Corona-Pandemie belastet Gesundheitsamt in Heinsberg

Corona-Situation im Kreis Heinsberg weiter angespannt

Corona-Pandemie belastet Gesundheitsamt in Heinsberg

Die Corona-Pandemie belastet immer mehr das Personal des Kreisgesundheitsamtes Heinsberg. Vier von 13 Ärzten seien krank gemeldet.

Angesichts der Corona-Pandemie ist die Arbeitsbelastung für die Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes sehr hoch. Das sagte die Leiterin der Behörde. Das wirke sich auch auf den Krankenstand aus: Von den 13 Amtsärzten seien - Stand heute - vier krank geschrieben.

Personalaufwand enorm

Es habe Tage gegeben, da seien dem Kreisgesundheitsamt mehr als 120 Neuinfektionen gemeldet worden. Der Personalaufwand sei enorm, erklärte eine Sprecherin des Kreises. Allein 57 Beschäftigte würden derzeit am Bürgertelefon arbeiten. Die meisten Mitarbeiter seien mit der Kontaktverfolgung von Infizierten beschäftigt.

Personal aufgestockt

Teilweise werden Mitarbeiter aus anderen Ämtern oder dem Rettungsdienst eingesetzt - zur Entlastung. Das Personal des Gesundheitsamtes wurde aufgestockt. Vor der Pandemie waren dort 70, heute fast 160 Menschen beschäftigt. Das Robert Koch-Institut hat ebenfalls Helfer zur Seite gestellt.

In den Gesundheitsämtern von Aachen, Düren und Euskirchen ist die Lage entspannter.

Höhe der zweiten Welle vorbei

Beobachtungen würden aber auch zeigen: Der Höhepunkt der zweiten Pandemie-Welle ist vorbei. Die Zahl der Neu-Infektionen geht zurück.

In Pflegeeinrichtungen sei die Infektionsgefahr in dieser zweiten Welle aber nach wie vor sehr hoch, sagte die Leiterin des Gesundheitsamtes in Heinsberg Heidrun Schößler. Es müsse dort mit weiteren Toten gerechnet werden.

Die Schulen seien dabei kein Infektionsrisiko. Wenn sich Kinder und Jugendliche mit dem Corona-Virus infizieren, dann im privaten Bereich. Der Kreis empfiehlt weiterhin den Schulen, ab der fünften Klasse einen Mund-Nasenschutz zu tragen.

Stand: 03.12.2020, 15:32