Weniger Corona-Tote durch "Virtuelles Krankenhaus" in Aachen

Zwei Ärzte aus Aachen in einer Videoschalte mit einem anderen Arzt

Weniger Corona-Tote durch "Virtuelles Krankenhaus" in Aachen

Seit gut einem Jahr gibt es am Aachener Uniklinikum das "Virtuelle Krankenhaus": Per Videoschalte helfen dabei Ärzte aus Aachen anderen Krankenhäusern in NRW bei schweren Krankheitsfällen. Besonders bei der Pandemie-Bekämpfung ist das Projekt bisher ein Erfolg.

Mit Hilfe des Virtuellen Krankenhauses soll die medizinische Versorgung von schwer erkrankten Patienten überall besser und vor allem schneller werden. Im vergangenen Jahr war das Telemedizin-Projekt auch wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie früher an den Start gegangen, was sich bislang ausgezahlt hat.

Lebenswichtige Hilfe in der Pandemie

"Dank des Virtuellen Krankenhauses ist die Sterberate bei Corona-Patienten um etwa 20 Prozent gesunken", sagt Prof. Dr. Gernot Marx, Leiter der Intensivmedizin am Uniklinikum Aachen. Die Vernetzung zwischen den rund 200 Krankenhäusern in NRW soll auch auf anderen Ebenen der Intensivmedizin weiter vertieft werden.
Zudem ist es das Ziel, das Virtuelle Krankenhaus mittelfristig noch stärker zu Behandlungszwecken bei beispielsweise Krebspatienten einzusetzen.

Künstliche Intelligenz als zusätzliche Hilfe

In Aachen setzt die Uniklinik für die Telemedizin momentan 25 Ärzte rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche ein.

Entlastung erhofft sich Prof. Marx auch durch die Unterstützung von künstlicher Intelligenz bei der Analyse von Patientendaten: Zum Beispiel um Verbesserungen oder Verschlechterungen der Gesundheitszustände noch schneller festzustellen und entsprechend reagieren zu können.

Stand: 14.04.2021, 17:04

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