Ford-Betriebsrat kritisiert Unternehmen wegen Sparplänen

Ford-Betriebsrat kritisiert Unternehmen wegen Stellenabbau

Ford-Betriebsrat kritisiert Unternehmen wegen Sparplänen

  • Kölner Werk muss um Produktion weiter bangen
  • Stellenabbau in Europa geplant
  • Beginn der Verhandlungen
Ford-Betriebsrat kritisiert Unternehmen wegen Stellenabbau

Ford Betriebsratschef Martin Hennig

Der Betriebsratsvorsitzende der Kölner Ford-Werke, Martin Hennig, kritisiert das Management der Ford-Werke wegen der Pläne zum massiven Stellenabbau. Ford hatte angekündigt, sowohl in der Produktion als auch bei den Angestellten Stellen streichen zu wollen.

Noch stehe überhaupt nicht fest, sagt der Betriebsratschef, welche Modelle zukünftig gebaut werden sollen. Erst dann könne festgelegt werden, wie viele Mitarbeiter zukünftig gebraucht werden.

Alle Modelle sollen Gewinne machen

Das Unternehmen will so schnell wie möglich zurück in die schwarzen Zahlen kommen. Der amerikanische Mutterkonzern hat wegen der anhaltenden Verluste in Europa alle Bereiche des Konzerns in Frage gestellt. So sollen alle Modelle gestrichen werden, mit denen nur wenig Geld verdient wird.

Ford-Betriebsrat kritisiert Unternehmen wegen Stellenabbau

Autoproduktion bei Ford

Stattdessen sollen die teureren SUV-Modelle gestärkt werden. Die Logik der Ford-Manager: Je kleiner das Auto, umso mehr fallen die höheren Lohnkosten in Deutschland ins Gewicht.

Trend verschlafen

Die Veränderungen bei Ford kommen im Vergleich zu Wettbewerbern relativ spät. Die haben fusioniert oder sich zu Kooperationen zusammengeschlossen. Vor allem, um die hohen Entwicklungskosten im Bereich der Elektroautos gemeinsam zu schultern. So eine Allianz soll nun wahrscheinlich am kommenden Dienstag bei der Detroit Motor Show verkündet werden.

Ford und VW wollen voraussichtlich in den Bereichen Nutzfahrzeuge und Elektroautos kooperieren. Auch das wird die jetzt begonnen Verhandlungen zum Umbau der europäischen Werke stark beeinflussen.

Stand: 11.01.2019, 15:06