Bergische Karnevalsvereine bangen um ihre Session

Das Tanzcorps Steinebrücker Schiffermädchen 1964 e.V.

Bergische Karnevalsvereine bangen um ihre Session

Ein Dreigestirn hat bereits abgesagt, weitere Vereine bangen um ihre Veranstaltungen. In Köln soll Karneval wie geplant stattfinden.

Prinz, Bauer und Jungfrau, die mit Corona-Schutzmasken durch die Säle ziehen. Bei dieser Vorstellung winkt das designierte Sülztal-Dreigestirn in Overath ab. Das zweite Jahr infolge verzichten die Tollitäten auf ihre Regentschaft: Bereits in der vergangenen Session mussten sie wegen der Corona-Pandemie absagen.  

Dabei sollte es ein besonderes Trio werden, gestellt von der Freiwilligen Feuerwehr in Steinenbrück, zum 100. Jubiläum dieser Löschgruppe. Als Mitglieder der Feuerwehr unterlägen die Drei allerdings - Karneval hin oder her - der Coronaschutzverordnung für Wehren der Stadt Overath. Und die schreibt zumindest aktuell - das Tragen von FFP-2-Masken vor.

Hygienekonzepte verursachen immense Mehrkosten

Auch bei anderen Vereinen steht die zweite Session in Folge auf der Kippe. Die Steinenbrücker Schiffermädchen, amtierender Europameister im Gardetanz, wissen noch nicht, ob sie ihre Traditions-Sitzung für mehr als tausend Jecke finanzieren können. „Wir müssen ein aufwendiges Hygienekonzept erstellen, das uns rund 10.000 Euro mehr Kosten verursacht“, berichtet Norbert Peters, Geschäftsführer der Schiffermädchen. „Bauzäune, um das Gelände einzugrenzen und Personal für die Kontrolle der 3G-Nachweise kosten sehr viel Geld“, so Peters. „Wir wissen noch nicht, ob wir uns das leisten können.“

Session in Köln soll wie geplant stattfinden

In Köln geht man derweil weiter davon aus, dass die Session 2021/2022 wie geplant stattfinden kann. Sofern sie geimpft oder genesen sind oder einen negativen PCR-Test vorweisen können, sollen alle Jecke an den Veranstaltungen teilnehmen können. Für den Sessionsauftakt am 11.11. rund um den Heumarkt und Alter Markt gilt allerdings die 2G-Regel. Elf Euro kostet eine Eintrittskarte für die Veranstaltung dort erstmals, in der Vergangenheit war der Eintritt frei. „Dieses Geld fließt komplett in die Entwicklung und Umsetzung der zusätzlichen Hygienemaßnahmen in der Corona-Pandemie“, sagt Michael Kramp, Sprecher des Festkomitees.

Stand: 09.09.2021, 16:54