Apfelernte im Rheinland fällt schlechter aus

Apfelernte

Apfelernte im Rheinland fällt schlechter aus

  • Bauern rechnen mit 14 Prozent weniger Äpfeln
  • Apfelernte im Vorjahr besonders gut
  • Preise könnten für Verbraucher leicht steigen

Im Rheinland fällt die Apfelernte in diesem Jahr schlechter aus als 2018. Rund 50.200 Tonnen Äpfel erwartet der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauern. Das seien etwa 14 Prozent weniger als im Vorjahr, sagt Peter Muß, stellvertretender Geschäftsführer des Verbands.

Apfelernte im Vorjahr besonders gut

Grund dafür sei unter anderem die besonders gute Ernte im Vorjahr, erklärt Bernhard Rüb von der Landwirtschaftskammer NRW. Nach besonders guten Jahren wie dem vergangenen folge meist ein weniger gutes. Als Alternanz bezeichne man diesen Zwei-Jahres-Rhythmus, so der Sprecher.

Auch in diesem Jahr machten Trockenheit und Hitze vielen Äpfeln zu schaffen – laut Rüb ein weiterer Grund für die etwas unterdurchschnittliche Ernte. Außerdem verfärbe sich die Schale durch die Sonneneinstrahlung braun und die Äpfel würden schneller faulen, heißt es beim Provinzialverband.

Preise könnten steigen

Hoffnung haben die Bauern allerdings, was den Preis angeht. Nach dem Überangebot im Vorjahr gehen sie davon aus, dass das Kilo Äpfel in diesem Jahr mehr einbringt. Für den Verbraucher dürfte es dann etwas teurer werden. Die Apfelernte der rund 300 Betriebe im Rheinland hat gerade erst begonnen und dauert etwa bis Ende Oktober. Die Region linksrheinisch zwischen Meckenheim und Bonn zählt zu den größten Apfelanbaugebieten in NRW.

Apfelernte im Vorgebirge

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen 30.08.2019 03:23 Min. Verfügbar bis 29.08.2020 WDR 5 Von Stephan Kern

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Noch schlechtere Ernte in Ostwestfalen-Lippe

In Ostwestfalen-Lippe hat die Ernte der frühen Apfelsorten bereits Mitte August begonnen. Dort rechnen die Bauern sogar mit bis zu 30 Prozent weniger Ertrag als im Vorjahr. Grund dafür seien der Frost im Frühjahr und heftiger Hagel.

Stand: 02.09.2019, 11:09