Alsdorf: Besonders viele Hinweise auf Kindeswohlgefährdung

Die ausgetreckte, abwehrende Hand eines Kindes

Alsdorf: Besonders viele Hinweise auf Kindeswohlgefährdung

  • die meisten Hinweise waren begründet
  • 10 Millionen Euro für erzieherische Hilfen
  • weiterer Anstieg der Ausgaben erwartet

Die Zahl der Hinweise auf Kindeswohlgefährdung ist in Alsdorf zweieinhalbmal höher als im Landesdurchschnitt. Alleine im vergangenen Jahr wurden die Mitarbeiter des Jugendamtes in 325 Fällen tätig.

Die Hinweise kamen aus Schulen, Kindergärten oder von Nachbarn. 64 Mal konnte eine Kindeswohlgefährdung nachgewiesen werden. In 127 Fällen gab es keine, es bestand aber Hilfebedarf. Rund 130 Meldungen erwiesen sich als gegenstandslos.

Kosten setzen der Stadt schwer zu

Gründe, dass das Jugendamt einschritt, waren unter anderem desolate Wohnverhältnisse, Räumungsklagen oder gesperrte Strom- und Wasseranschlüsse. Im Jahr 2019 gab Alsdorf fast zehn Millionen Euro für erzieherische Hilfen aus. Für die kommenden Jahre rechnet die Stadt mit einem weiteren Anstieg der Ausgaben im Jugendbereich. Damit droht Alsdorf, wie andere Kommunen in unserer Region auch, an den steigenden Sozialkosten zu ersticken.

Stand: 17.04.2020, 14:17

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