UN-Projekt: Rettung der Kölner Wechselkröte

Kröte

UN-Projekt: Rettung der Kölner Wechselkröte

  • 50 Prozent weniger Kröten
  • Zoo kümmert sich um die Aufzucht
  • Naturschutzstation schafft neue Biotope

Der Kölner Zoo ist am Montag (20.05.2019) für den Schutz der Wechselkröte ausgezeichnet worden. Mit der Auszeichnung ist der Kölner Zoo offizielles Projekt der "UN-Dekade Biologische Vielfalt". Die vom Aussterben bedrohte Kröte kommt vor allem in der Kölner Bucht vor. Zoo und NABU versuchen gemeinsam, die Tiere zu retten.

Rückgang um mehr als 50 Prozent

In NRW kommt die Wechselkröte nur in der Kölner Bucht vor. Der Bestand der Tiere ist um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Kiesgruben und andere leicht bewachsene Flächen sind von besondere Bedeutung für die Art. Diese Lebensräume müssen aber gepflegt werden, sonst wachsen sie zu.

Zoo kümmert sich um Aufzucht

Der Kölner Zoo kümmert sich um die Aufzucht der Larven. Sind die Tiere groß genug, werden sie ausgesetzt. Mitarbeiter der NABU-Naturschutzstation bauen Teiche, damit sich die Wechselkröten wieder vermehrt ansiedeln können. Denn im milden Klima der Kölner Bucht fühlen sie sich besonders wohl. Über 40 Leichgewässer sind inzwischen so entstanden.

Artensterben wird wissenschaftlich untersucht

Zoo, NABU-Naturschutzstation, die TU Braunschweig und die Uni Köln erfassen systematisch die noch vorhandenen Bestände. Außerdem werden von den Tieren Proben genommen. Diese werden auf Krankheitserreger und auf ihre Genetik untersucht. Die Wissenschaftler wollen so herausfinden, warum die Wechselkröte vom Aussterben bedroht ist. Über das Schutzkonzept informiert seit Montag auch eine Ausstellung im Aquarium des Kölner Zoos.

Stand: 20.05.2019, 15:06