Leichlingen: Gericht kippt Beschluss gegen Baumfällung

Ein Baum am Rand einer befahrenen Straße.

Leichlingen: Gericht kippt Beschluss gegen Baumfällung

  • Gericht nimmt Beschluss gegen die Fällung zurück
  • Bürger protestierten gegen die Fällung des Baums
  • Umbau der Innenstadt gefährdet

Das Drama um das Fällen einer Platane an einem Zebrastreifen in Leichlingen nimmt inzwischen abstruse Züge an. Nachdem das Verwaltungsgericht Köln am Montag (06.08.2018) die Fällung verboten hatte, wurde der Eilbeschluss wegen eines Formfehlers jetzt wieder zurückgenommen.

Die Unfallkommission, ein Gremium des Landes,  hatte die Rodung angeordnet, weil er möglicherweise die Sicht auf den Zebrastreifen beeinträchtigt. Dagegen hatte die Kreisgruppe des BUND geklagt. Nun stellte sich heraus, dass dazu nur der Landesverband berechtigt ist. Und der wusste nichts von der Klage.

Bürger verhinderten Fällung

Am Freitag (27.07.2018) sollte die Platane ursprünglich gefällt werden. Da hatten sich allerdings Bürger unter dem Baum versammelt. Die Arbeiter waren schon in den Baum geklettert und sollten mit der Fällung beginnen. Die Stadt Leichlingen hatte die Arbeiten dann abgesagt. Die Platane sollte gefällt werden, weil es dort mehrere schwere Verkehrsunfälle gegeben hatte.

Umbau der Innenstadt gefährdet

Der Leichlinger Bürgermeister Frank Steffes (SPD) hat Sorge, dass die Bezirksregierung den Baum tatsächlich unter Schutz stellt. Sollte dies der Fall sein, könnte das den geplanten Umbau der Innenstadt gefährden, sagt er.

Stand: 10.08.2018, 11:58