Protestaktionen an NRW-Flughäfen

Am Flughafen Düsseldorf wird von Verdi gestreikt

Protestaktionen an NRW-Flughäfen

  • Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen
  • Beschäftigte verteilten Flyer an Passagiere
  • Keine Auswirkungen auf die Abfertigung

Das Bodenpersonal am Flughafen Köln/Bonn hat Dienstagmittag (02.10.2018) protestiert. Laut Gewerkschaft wollten Beschäftigte mit mehreren Aktionen darauf aufmerksam machen, dass sie mit immer weniger Personal immer mehr Passagiere abfertigen müssen. Die Löhne seien durch den harten Preiskampf immer weiter gesunken, sagte eine Verdi-Sprecherin. Auch in Düsseldorf haben Mitarbeiter auf Personalmangel und Arbeitsverdichtung aufmerksam gemacht.

Beschäftigte verteilten Flyer

Flughafen Köln Bonn

Auch am Flughafen Köln/Bonn informierte Verdi über Probleme

Auf der Abflugebene des Terminals 1 in Köln haben Flughafenbeschäftigte zwischen 11 und 12.30 Uhr auf ihre Situation aufmerksam gemacht. Die Protestaktion sollten sich laut Verdi nicht auf die Passagierabfertigung auswirken.

Angst vor Auslagerung

Nach Angaben der Gewerkschaft hat der Flughafen im August die Tarifverhandlungen abgebrochen. Sie befürchtet, dass die Airport-Gesellschaft den Bereich auslagern will, um Kosten zu sparen. Der Köln-Bonner Flughafen äusserte sich am Nachmittag gegenüber wdr.de. Er hält den sogenannten Bodenverkehrsdienst in seiner jetzigen Struktur für nicht wettbewerbsfähig und sieht sich aufgrund einer wachsenden Konkurrenz von Drittanbietern unter Druck.

Ein Sprecher sagte, der Flughafen benötigte ein nachhaltiges Konzept für den Bodenverkehrsdienst. Dieses müsse zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen. Dafür prüfe man alle Möglichkeiten. An den heutigen Protesten beteiligten sich nach Angaben von Verdi 40 Flughäfen in 13 Ländern.

Stand: 02.10.2018, 09:17