NRW könnte Rekordsommer erleben

Thermometer

NRW könnte Rekordsommer erleben

  • Bereits überdurchschnittlich viele warme Tage
  • Zweite Sommerhälfte hat gerade erst begonnen
  • Es soll weiter heiß bleiben

Nicht nur gefühlt ist der aktuelle Sommer schon ein voller Erfolg. Auch laut Meteorologen könnte die warme Jahreszeit in NRW in diesem Jahr Rekorde brechen. Denn vielerorts wurde die durchschnittliche Zahl der Sommertage - also Tage, an denen die Temperatur mehr als 25 Grad Celsius erreicht - bereits überschritten.

"Unsere Wetterstation in Legden im Münsterland zählte von 1978 bis 2017 im Durchschnitt 30 Sommertage pro Jahr", sagte WDR-Wetterexperte Jürgen Weiß am Montag (16.07.2018). Dieser Wert sei in diesem Jahr aber bereits am 3. Juli erreicht worden. "Mittlerweile sind wir schon bei 40 Sommertagen."

Sollwerte vielerorts überschritten

Und nicht nur dort wurde der Sollwert überschritten. So registrierte der Deutsche Wetterdienst am Flughafen Düsseldorf am Sonntag (15.07.2018) bereits den 40. Sommertag. Im Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 waren es 39. In Bad Lippspringe waren es am Sonntag 37 Tage, üblich sind im Jahr nur 31. Auch am Flughafen Köln/Bonn gab es schon 44 warme Tage, zwei mehr als im Jahresschnitt. Ebenso in Essen: 37 Sommertage (Durchschnitt: 29) oder Siegen: 43 Sommertage (38).

"Es ist gut möglich, dass in diesem Jahr Rekordwerte erreicht werden", sagte Weiß. Die zweite Hälfte des Sommers habe schließlich erst begonnen und in den kommenden Tagen soll es weiterhin heiß bleiben. Ob das aber reicht, die 72 am Flughafen Köln/Bonn gemessenen Sommertage aus dem Jahr 2003 zu schlagen, bleibt abzuwarten.

Heißer Ferienbeginn in NRW

Sonne satt zum Start der Sommerferien in NRW. Alle, die nicht in den Urlaub fahren, können sich über Schwimmbadwetter freuen. Doch die Hitze hat auch ein paar Nachteile.

Juli 2018: Ein Mann springt im Grugabad vom Sprungturm ins Wasser.

Sommerurlaub im Schwimmbad: Für viele Schüler in NRW hätte es gar nicht besser laufen können. Pünktlich zum ersten Ferientag stiegen die Temperaturen auf bis zu 30 Grad. Und das Beste: Es soll bis Mitte kommender Woche so bleiben.

Sommerurlaub im Schwimmbad: Für viele Schüler in NRW hätte es gar nicht besser laufen können. Pünktlich zum ersten Ferientag stiegen die Temperaturen auf bis zu 30 Grad. Und das Beste: Es soll bis Mitte kommender Woche so bleiben.

Vorsicht beim Abkühlen: Doch beim Sprung in die kühlen Fluten ist Vorsicht geboten. Der plötzliche Temperaturabfall kann laut DLRG unvermittelt zu Kreislaufproblemen und Bewusstlosigkeit führen. In NRW ertranken in diesem Jahr bereits mindestens sechs Personen.

Gefahr für den Wald: Doch auch wer sich bei einem Spaziergang im Wald abkühlen will, sollte ein paar Regeln beachten. Durch die anhaltende Hitze herrscht in NRW seit Anfang Juli erhöhte Waldbrandgefahr. Offenes Feuer, Rauchen und Grillen sind verboten. Auch Gläser und Flaschen sollten nicht im Wald zurückgelassen werden.

Tiere leiden unter Wassermangel: Auch an anderer Stelle fehlt das kühle Nass. Laut Naturschutzbund sind unter anderem die Kaulquappen der Gelbbauchunke durch die anhaltende Hitze gefährdet. In Bergisch Gladbach musste sogar die Feuerwehr ausrücken, um einen kleinen Tümpel aufzufüllen, der sonst ausgetrocknet wäre.

Rheinschifffahrt beeinträchtigt: Doch auch große Gewässer sind von der Dürre betroffen. Auf dem Rhein und anderen Flüssen können größere Schiffe wegen des niedrigen Pegels nicht mehr voll beladen fahren. Vergangenen Dienstag (10.07.2018) war ein Frachter bei Rodenkirchen auf Grund gelaufen.

Kaum Wartezeit am Flughafen: Noch eine gute Nachrichten für alle, die trotz des guten Wetters in den Süden fliegen. Die Flughäfen in Düsseldorf und Köln meldeten keine Probleme am ersten Ferienwochenende. Alle Flüge seien pünktlich gestartet.

Stand: 16.07.2018, 15:27

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