Immer mehr Menschen machen Urlaub in NRW

Montage: Kölner Dom, Herrmannsdenkmal, Bad Münstereifel

Immer mehr Menschen machen Urlaub in NRW

Von Andreas Sträter

  • NRW kommt als Reiseland gut an
  • 1,9 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr
  • Aber noch kein Overtourism wie in Venedig

Am Mittwoch (06.03.2019) startet die weltweit größte Reisemesse ITB, die bis zum 10. März in Berlin stattfindet. Auch das Land NRW ist auf der ITB vertreten: Insgesamt präsentieren etwa 140 Aussteller einzelne touristische Regionen und Städte. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) will auf der Messe für das Reiseland NRW werben.

Fast 50 Millionen Übernachtungen

Dabei ist das eigentlich gar nicht nötig, denn der Tourismus in Nordrhein-Westfalen boomt. 2018 wurden im neunten Jahr in Folge ein Rekordergebnis verzeichnet: Insgesamt wurden 51,9 Millionen Übernachtungen verbucht – das sind 1,9 Prozent Übernachtungen mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Die meisten Gäste kamen dabei sogar aus dem eigenen Bundesland, so der Dachverband Tourismus NRW.

In den absoluten Zahlen liegt Köln (mit dem Rhein-Erft-Kreis) vorne, gefolgt vom Ruhrgebiet und Düsseldorf (mit dem Kreis Mettmann). Auf den weiteren Plätzen landen der Niederrhein, der Teutoburger Wald und das Sauerland.

Pinkwart plant neue Tourismusstrategie

"Wir freuen uns, dass der Tourismus in Nordrhein-Westfalen so stark wächst", teilte Pinkwart dem WDR mit. Damit das so bleibt, erarbeite man aktuell eine neue landesweite Tourismusstrategie, so der Wirtschaftsminister.

Das Bundesland könne insgesamt mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten, dem kulturellen Angebot und seinen "Naturschätzen" punkten – hier habe der Nationalpark Eifel eine herausragende Stellung, so Tourismus NRW.

Eintrittsgelder für Städte kein Thema

Überlaufen sei NRW allerdings noch nicht, sagt Heike Döll-König, Geschäftsführerin von Tourismus NRW. Eintrittsgelder, wie sie aktuell die Stadt Venedig in Italien erwägt, seien derzeit kein Thema.

Es komme jedoch auf bestimmte Anlässe und einzelne Städte an: "Deshalb beobachten wir die Entwicklung genau. Denn Tourismus kann nur erfolgreich sein, wenn er Gewachsenes nicht verdrängt und von den Bewohnern mitgetragen wird", erläutert Döll-König.

Harald Zeiss, der sich als Professor für nachhaltigen Tourismus mit dem Thema Overtourism – also "Obertourismus" beschäftigt, erklärt, dass es deshalb umso wichtiger sei, weiter in Infrastruktur und Besuchermanagement zu investieren.

Stand: 06.03.2019, 08:33

Kommentare zum Thema

2 Kommentare

  • 2 Sven 06.03.2019, 17:24 Uhr

    Freut mich, dass Tourismus in NRW so gut ankommt. Ich persönlich kann den Landschaftspark Nord oder das Unperfekthaus in Essen sehr empfehlen. Übrigens, Overtourism wäre korrekt mit "Übertourismus" (im Sinne von zuviel) übersetzt, nicht mit "Obertourismus".

  • 1 Heinz baranski 06.03.2019, 14:18 Uhr

    Weil es nicht für mehr wohl reicht in der Haushaltskasse .

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