Der Regen reicht noch lange nicht

Ein Traktor fährt auf einem Feld und zieht eine Staubwolke hinter sich her

Der Regen reicht noch lange nicht

Von Kathrin Kühn

  • Trockenheit bleibt Problem in NRW
  • Regen der letzten Tage reicht noch lange nicht
  • Dauerregen bis Februar nötig zum Ausgleich der Trockenheit

Die Trockenheit ist in NRW nach wie vor ein großes Problem. Auch der Regen der vergangenen Tage hat die Situation längst nicht verbessert. Das Minus in der Niederschlagsbilanz liegt landesweit aktuell bei 284 Millimeter (mm) – das hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) am Dienstag (08.10.2019) auf WDR-Nachfrage mitgeteilt. Ein Millimeter entspricht dabei einem Liter pro Quadratmeter.

Wald der Zukunft Quarks Folge 22 24.09.2019 05:45 Min. UT Verfügbar bis 24.09.2024 WDR Von Ulrich Grünewald

284 Liter müsste es also landesweit pro Quadratmeter mehr regnen als üblich, um in den Bodenspeichern wieder das sonst übliche Niveau zu erreichen.

Der Regen ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Durchschnittlich fallen in NRW 840 mm Niederschlag im Jahr. „Dass die Wiesen und Parks jetzt im Vergleich zu vergangenem Jahr recht grün sind – das trügt“, sagt Roland Funke, zuständig für Hydrologie im LANUV. Er spricht vom Tropfen auf den heißen Stein.

Denn: Die Wasserstände von Flüssen und Talsperren hätten sich aktuell zwar normalisiert, wenn es jetzt aber aufhöre zu regnen, würden sie direkt wieder sinken.

Bis Februar anhaltender Regen wäre nötig

Funke verdeutlicht: Um das Minus in der Niederschlagsbilanz auszugleichen, "müsste es von heute bis in den kommenden Februar in jedem Monat so stark regnen, wie es nur alle 20 Jahre vorkommt." Es müsste also in der Zeit quasi durchregnen.

Einzig beim Trinkwasser sei die Lage aktuell entspannt, da nicht mehr so viel draußen bewässert und Pools befüllt werden. Ein Einfluss durch die niedrigen Grundwasserstände ist derzeit nicht zu erkennen.

Stand: 08.10.2019, 15:40

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