Hunderte Auslandsrumänen in NRW konnten nicht wählen

Rumänen wählen in Bochum

Hunderte Auslandsrumänen in NRW konnten nicht wählen

  • Störungen vor rumänischen Wahllokalen in NRW
  • Offenbar nicht genug Personal
  • Verdacht auf Wahlbeeinflussung

Am Sonntag (26.05.2019) fand parallel zur EU-Wahl in Rumänien auch ein Referendum zur umstrittenen Justizreform statt. Doch offenbar waren die rumänischen Wahllokale in NRW überfordert.

1.000 Wartende in Köln, 2.000 in Essen

WDR-Reporter Georg Restle berichtete am Nachmittag aus Köln von rund 1.000 Menschen, die seit Stunden vergeblich vor dem Wahllokal anstanden. Ähnliche Bilder gebe es auch in Düsseldorf, Bochum und anderen europäischen Städten. In Essen warteten rund 2.000 Menschen auf ihre Stimmabgabe.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Am Ende des Tages konnten hunderte Auslandsrumänen nicht wählen. In Bochum warteten nach WDR-Informationen noch 300 bis 400 Menschen, als das Wahllokal wie vorgesehen um 21.00 Uhr schloss. Die Wartenden skandierten, weil sie ihre Stimme abgeben wollten.

Offenbar habe die rumänische Regierung nicht genug Personal für den Wahltag bereitgestellt, sagte Restle weiter. Der Verdacht liege nahe, dass die rumänische Regierungspartei PSD die mehrheitlich regierungskritisch eingestellten Auslandsrumänen von der Wahlurne fernhalten wolle.

Die EU-Kommission hatte Rumänien zuvor gewarnt, die Reform zu verabschieden. Sie beinhaltet auch ein Amnestiegesetz, von dem korrupte Beamte und Politiker profitieren könnten.

Stand: 26.05.2019, 21:57

Aktuelle TV-Sendungen