Razzia gegen Menschenschleuser in NRW und Berlin

Passkontrolle durch die Bundespolizei

Razzia gegen Menschenschleuser in NRW und Berlin

  • Großrazzia mit 200 Polizisten in NRW und Berlin
  • Iranische Bande im Visier, sieben Beschuldigte
  • Einreise über Flughafen Düsseldorf

Fast 200 Bundespolizisten sind in NRW und Berlin zu einer Razzia gegen mutmaßliche Menschenschleuser ausgerückt. Im Visier hatten die Beamten am Mittwoch (12.02.2020) eine iranische Bande. Das Verfahren richte sich gegen sieben Beschuldigte, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Zwei der drei Hauptbeschuldigten seien derzeit im Iran.

Visa bei deutscher Botschaft erschlichen

Die Verdächtigen sollen von Mai 2015 bis September 2019 Iraner nach Deutschland und in andere Schengen-Staaten geschleust haben. Dazu hätten sie sich bei der deutschen Botschaft in Teheran Visa erschlichen.

Die Einreisen seien überwiegend über den Flughafen Düsseldorf erfolgt. Aber auch über die italienische Botschaft in Teheran sollen sie an Visa gelangt sein und Menschen per Flugzeug nach Italien geschleust und dann weiter nach Deutschland gebracht haben. In Deutschland hätten die Geschleusten dann Asylanträge gestellt.

Neun durchsuchte Objekte in NRW

Ein Haftbefehl sei vollstreckt worden. Neun durchsuchte Objekte befanden sich in Düsseldorf und Marl sowie eins in Berlin. Dabei sei eine sechsstellige Summe Bargeld gesichert worden. Zudem wurden Smartphones, Computer, Speichermedien sowie Personal- und sonstige Dokumente sichergestellt.

Stand: 12.02.2020, 15:00

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