Razzia gegen Ku-Klux-Klan auch in NRW

Ein Tisch voller beschlagamter Waffen und Embleme rechter Gruppierungen

Razzia gegen Ku-Klux-Klan auch in NRW

  • Großrazzia gegen Rechtsextremisten des Ku-Klux-Clans
  • Durchsuchungen auch in NRW
  • Zwölf Wohnungen durchsucht

In einer bundesweiten Razzia hat die Polizei am Mittwoch (16.01.2019) zwölf Wohnungen mutmaßlicher Rechtsextremisten durchsucht, darunter auch jeweils ein Objekt in Langenfeld (Kreis Mettmann) und Lindlar (Oberbergischer Kreis). Bei der Aktion stellten die Ermittler insgesamt mehr als 100 Waffen sicher.

In Langenfeld wurden etwa Schreckschusspistolen, Schwerter und Macheten sowie Schlagstöcke und Messer sichergestellt.

Beschuldigte zwischen 17 und 59 Jahren

Es handele sich bei den Verdächtigen um mutmaßliche Unterstützer der kriminellen Vereinigung "National Socialist Knights of the Ku-Klux-Klan Deutschland" ("Nationalsozialistische Ritter des Ku-Klux-Klans Deutschland"), teilten Landeskriminalamt Baden-Württemberg und Staatsanwaltschaft Stuttgart mit. Insgesamt 17 Bewohner der durchsuchten Objekte zwischen 17 und 59 Jahren seien der Mitgliedschaft beschuldigt. Verhaftungen hatte es nach WDR-Informationen am Mittwoch nicht gegeben.

Zahlreiche Waffen beschlagnahmt

Den Behörden zufolge glorifiziert die Vereinigung den Nationalsozialismus. Der Gruppe auf die Spur kamen die Ermittler durch die Auswertung von Chat-Protokollen auf einem beschlagnahmten Mobiltelefon. Verbindungen zu anderen Ku-Klux-Klan-Gruppen ließen sich bislang nicht nachweisen. Die Ursprünge des Klu-Klux-Klan liegen in den Südstaaten der USA. Der rassistische Geheimbund zielte ursprünglich auf die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung.

Stand: 16.01.2019, 18:33

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