Razzia gegen Cyberkriminalität in NRW-Städten

Vier Polizeibeamte laden sichergestellte Beweismittel aus einer Hausdurchsuchung in einen Transporter

Razzia gegen Cyberkriminalität in NRW-Städten

  • Hausdurchsuchung in Dorsten und Duisburg
  • Bundes- und europaweite Razzia gegen Cyberkriminalität
  • Sprengstoff-Plattform stillgelegt

Im Rahmen einer internationalen Razzia gegen Internet- und Computerkriminalität hat es am Dienstagmorgen (20.08.2019) auch in Nordrhein-Westfalen Durchsuchungen gegeben. Unter anderem durchsuchten Polizisten Wohnungen in Duisburg und Dorsten.

Hintergrund ist ein Ermittlungsverfahren wegen Straftaten im Bereich des Kriegswaffenkontrollgesetzes, des Waffengesetzes, des Sprengstoffgesetzes und des Betäubungsmittelgesetzes.

Tür gesprengt, Beweismittel gesichert

In Duisburg sprengten Polizeibeamte die Eingangstür eines Hauses, um sich Zugang zu verschaffen.

Im Dorstener Stadtteil Rade durchsuchten Spezialeinsatzkräfte der Polizei ein Mehrfamilienhaus. Bei der Durchsuchung wurden erste Beweismittel sichergestellt. Die Ermittler wollten jedoch noch keine Angaben zu möglichen Festnahmen machen.

Sprengstoff-Plattform stillgelegt

Zudem hat die Polizei die bisher frei im Internet zugängliche Sprengstoff-Plattform "xplosives.net" stillgelegt. Der Server und zahlreiche Datenträger seien beschlagnahmt worden, sagte der Präsident der zuständigen Polizeidirektion Göttingen. Auf der Plattform seien Anleitungen zum Bau von Kriegswaffen und Bomben sowie zur Herstellung von Sprengstoff zu finden gewesen.

Neben den Gebäuden in NRW wurden weitere Wohnungen in Niedersachsen und anderen Bundesländern durchsucht. Auch in Litauen und Kroatien fanden Durchsuchungen statt. Insgesamt waren laut Polizei rund 1.000 Kräfte im Einsatz.

Stand: 20.08.2019, 16:16

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