Drogenkriminalität in NRW auf Höchststand

Ein Löffel und eine Spritze, im Hintergrund sieht man verschwommen einen Drogensüchtigen.

Drogenkriminalität in NRW auf Höchststand

  • Starker Anstieg der Drogenkriminalität
  • Landeskriminalamt veröffentlicht Lagebild
  • NRW als "Logistikstandort"

Die Rauschgift-Kriminalität ist in Nordrhein-Westfalen auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Das geht aus dem aktuellen Lagebild des Landeskriminalamts NRW zur Drogenkriminalität hervor, wie am Samstag (13.10.2018) bekannt wurde.

Danach stieg die Gesamtzahl der Drogendelikte im vergangenen Jahr gegenüber dem Vorjahr um 6,9 Prozent auf 66.300. Der Onlinehandel und Postversand von Drogen habe stark an Bedeutung gewonnen. 2017 sei die Zahl der Ermittlungsverfahren in diesem Bereich um 25 Prozent nach oben geschnellt auf 3.061 Verfahren.

Online-Bestellung von Drogen weiter verbreitert

Nordrhein-Westfalen habe sich zum "Logistikstandort" für den weltweiten Versand aller Arten von Drogen entwickelt. Die Online-Bestellung von Drogen und die unauffällige Zustellung per Postversand breite sich nahezu unbehelligt in alle Bereiche der Gesellschaft aus. Dies werde die zukünftige Rauschgiftkriminalität bestimmen, heißt es in dem Bericht.

Cannabis in NRW auf dem Vormarsch

Cannabis scheint in NRW besonders auf dem Vormarsch zu sein: Die Zahl der Delikte und der Verdächtigen stieg in diesem Bereich ebenso an, wie die beschlagnahmten Mengen der Droge.

Nach jahrelangem Rückgang stieg auch die Zahl der Straftaten im Zusammenhang mit Heroin in den vergangenen beiden Jahren wieder an - allein im vergangenen Jahr um 9,5 Prozent auf 3.630 Taten. Einen deutlichen Anstieg der Delikte stellte die Polizei auch beim Kokain fest - von 3.000 auf 3.500 binnen eines Jahres.

Stand: 13.10.2018, 12:49

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