Ramadan beginnt: Fastenmonat für Muslime

DITIB Mosche in Köln

Ramadan beginnt: Fastenmonat für Muslime

  • Islam-Verbände laden täglich in die Moscheegemeinden ein
  • Gemeinsames Fastenbrechen am Abend
  • Grußbotschaft der Kirchen an Muslime

Mit dem Beginn des Fastenmonats Ramadan am Mittwoch (16.05.2018) verzichten gläubige Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken und Sex. Der Ramadan ist für viele Muslime - von geschätzten fünf Millionen bundesweit leben etwa 1,5 Millionen in NRW - ein wichtiger Pfeiler ihres Glaubens.

Allabendlich laden die Islam-Verbände in die Moscheegemeinden ein. Allein in der Zentralmoschee in Köln könnten täglich rund 1.000 Besucher zum gemeinsamen Fastenbrechen Iftar kommen, wie die Ditib als größte Islam-Organisation in Deutschland mitteilte.

Speisen erst nach Sonnenuntergang

Erst nach Sonnenuntergang ist Essen und Trinken für die Muslime wieder erlaubt. Dann kommen viele zum Nachtgebet zusammen, was in vielen Moscheengemeinden allen Interessierten offensteht.

Der Zentralrat der Muslime betonte, in der Zeit des Verzichts solle man sich besonders für ein friedliches Miteinander einsetzen und gegen Rassismus, Ausgrenzung und Hass in der Gesellschaft eintreten.

Kirchen richten Grußbotschaft an Muslime

Die evangelischen Landeskirchen und katholischen Bistümer in NRW richteten eine gemeinsame Grußbotschaft an die Muslime: "Unsere Religionen sagen uns, dass wir alle Teil einer großen Menschheitsfamilie sind, wo immer wir uns auf diesem Planeten befinden".

Ausnahmen für Kinder?

Der Ramadan dauert diesmal bis zum 14. Juni 2018. Vom Fastengebot sind eigentlich Kinder, Schwangere, alte und schwer körperlich arbeitende Menschen ausgenommen. Lehrer berichten hingegen, dass immer wieder auch Schulkinder im Ramadan fasten und kritisieren, dass erschöpfte Schüler dann nur noch eingeschränkt dem Unterricht folgen könnten.

Stand: 16.05.2018, 20:48