Kollegah-Fans von Protest beim Konzert in Köln unbeeindruckt

Kollegah-Fans von Protest beim Konzert in Köln unbeeindruckt

  • Rapper-Konzert fand statt
  • Protestler wollen Debatte anstoßen
  • Kollegah-Fans ignorieren Protest

Der Protest gegen das Konzert von Rapper Kollegah in Köln wurde von den Fans kaum wahrgenommen. Etwa 20 Vertreter der SPD, der Grünen, der Redaktion EMMA und Kirchenvertreter hatten sich vor dem Kölner E-Werk versammelt. Ihre Forderung, das Konzert wegen menschenverachtener Texte des Rappers abzusagen, hatte keinen Erfolg.

Kollegah

Trotzdem sei der Protest sinnvoll, meint Chantal Louis von der Redaktion Emma: "Was wir geschafft haben, ist, eine Debatte anzustoßen, dass mal thematisiert wird, was für ein Hass dieser Mann verbreitet."

Kollegah-Fans unbeeindruckt

Die meisten Fans gingen unbeeindruckt an den Protestlern vorbei. "Es gibt größere Probleme auf dieser Welt als die Ansichten eines Künstlers, der nur Musik macht", erzählt einer. Robin, 18, und Misagh, 19, aus Stolberg bei Aachen verstehen schon die Diskussion um die Texte des Rappers, aber es gäbe auch eine andere Seite. "Natürlich ging das über die Grenze. Aber man muss sich mehr damit beschäftigen. Kollegah hat auch viel Gutes getan. Zum Beispiel Schulen in Palästina aufgebaut", erzählt Misagh.

"Kollegah ist cool. Mit seiner Musik entflieht man aus der Welt, das hat nichts mit der realen Welt zu tun", erzählt ein anderer Fan.

Das Konzert im E-Werk war nicht ausverkauft.

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WDR 3 Resonanzen 06.08.2019 03:40 Min. Verfügbar bis 05.08.2020 WDR 3

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Stand: 12.11.2019, 21:13

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