Priestermangel im Erzbistum Paderborn

Ein Mann verlässt eine Kirche

Priestermangel im Erzbistum Paderborn

  • Zwei Drittel weniger Priester in nächsten 15 Jahren
  • Rückgang von 490 auf 170 Geistliche
  • Verwaltungsleiter und Laien als Unterstützung

Die Zahl der Priester im Erzbistum Paderborn wird sich in den nächsten 15 Jahren um zwei Drittel verringern. Gibt es derzeit noch etwa 490 katholische Geistliche im aktiven Dienst, werden es im Jahr 2034 voraussichtlich nur noch 170 sein, erklärte das Erzbistum am Donnerstag (01.08.2019) auf Anfrage des WDR.

Auch Zahl der Gemeindereferenten sinkt

Neben den Geistlichen nimmt auch die Zahl der Gemeindereferenten ab, die die Pfarrer bei Verkündigung oder Seelsorge unterstützen.

Man stehe vor riesengroßen Veränderungen, heißt es in der Kirchenleitung in Paderborn. Schon jetzt beginnt das Erzbistum damit, seinen Pfarrern, die oft mehrere Gemeinden betreuen, zur Entlastung Verwaltungsleiter an die Seite zu stellen.

Laien leiten Pfarreien

Das Erzbistum denkt aber angesichts des Priestermangels auch über Alternativen nach, die es in anderen Bistümern schon gibt. So leiten im Raum Osnabrück bereits Laien einige Pfarreien.

Kirchenaustritte: Eine schleichende Entfremdung

WDR 5 Morgenecho - Kommentar 20.07.2019 02:32 Min. Verfügbar bis 19.07.2020 WDR 5 Von Udo Feist

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Stand: 02.08.2019, 07:50

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