Mängel bei Postzustellung stark gestiegen

Mann wirft Brief in Briefkasten

Mängel bei Postzustellung stark gestiegen

  • Doppelt so viele Beschwerden über Mängel bei Postzustellung
  • Ministerium will Rechte von Postkunden stärken
  • Sanktionsmöglichkeiten sollen geprüft werden

Viele Postkunden sind verärgert: Die Zahl der Beschwerden im Postbereich hatte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr laut der Aufsichtsbehörde Bundesnetzagentur auf mehr als 12.500 mehr als verdoppelt. Angesichts der Häufung will das Bundeswirtschaftsministerium die Rechte der Kunden des in Bonn ansässigen Unternehmens stärken.

Die Bundesregierung habe "eine umfassende Überarbeitung des Postrechtsrahmens angekündigt", wie ein Ministeriumssprecher am Samstag (25.05.2019) mitteilte. "Dabei werden wir auch Anpassungen und Optimierungen im Hinblick auf Sanktionsmöglichkeiten bei Verstößen gegen postrechtliche Vorschriften prüfen." Bisher gebe es keine Sanktionsmöglichkeiten, sagte ein Sprecher der Aufsichtsbehörde Bundesnetzagentur dem "Tagesspiegel".

57 Millionen Briefe täglich

Im Vergleich zur Menge der täglich verschickten Briefe sei die Zahl der Beschwerden allerdings gering, hatte Netzagentur-Chef Jochen Homann betont. Die Post stellt nach eigenen Angaben an jedem Werktag etwa 57 Millionen Briefe in Deutschland zu.

Anhebung der Portogebühren

Ein Briefkasten steht neben einem Briefmarkenautomaten

Portogebühren sollen im Juni steigen

Zum 1. Juli plant die Post eine deutliche Anhebung der Portogebühren. Die genauen Preise werden nicht vor Ende Mai erwartet. Branchenkreisen zufolge ist eine Anhebung des Portos für einen Standardbrief von aktuell 70 Cent auf bis zu 90 Cent möglich.

Dann würde sich das Porto für die anderen Briefarten gar nicht oder kaum verteuern. Ein durchschnittlicher Haushalt in Deutschland gibt nach Post-Angaben 2,34 Euro im Monat für Briefporto aus.

Stand: 25.05.2019, 11:34

Aktuelle TV-Sendungen