Hundeführer der Polizei mit Polizeihund an der Leine

Tierschutzgesetz: Polizeihunde in NRW dürfen weiter arbeiten

Stand: 07.01.2022, 07:25 Uhr

Das neue Tierschutzgesetz verbietet den Einsatz von Stachelhalsbändern beim Hundetraining. Während in manchen Ländern Polizeihunde deshalb nicht mehr eingesetzt werden dürfen, hat NRW vorgesorgt.

Die Diensthunde der Polizei in Nordrhein-Westfalen dürfen auch nach der Änderung in der Tierschutz-Hundeverordnung weiter eingesetzt werden. Anders als beispielsweise in Berlin, wo ein Teil der Polizeihunde vorläufig nicht mehr eingesetzt werden darf, habe das seit Jahresbeginn bundesweit geltende Gesetz keine Auswirkungen auf den Einsatz der Tiere. "Die Polizei NRW verzichtet bei der zentralen Fortbildung bereits seit mehreren Jahren erfolgreich auf den Einsatz von Stachelhalsbändern", teilte eine Sprecherin des Innenministeriums mit. Bei der Ausbildung setze man auf positive Konditionierung der Hunde.

Schmerzen im Training sind verboten

Die Änderung im Tierschutzgesetz gilt seit Jahresbeginn: "Es ist verboten, bei der Ausbildung, bei der Erziehung oder beim Training von Hunden Stachelhalsbänder oder andere für die Hunde schmerzhafte Mittel zu verwenden." Die NRW-Polizei werde weiter im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Schutzhunde ausbilden, so das NRW-Ministerium weiter. Nur bei einer "sehr geringen Anzahl" der Schutzhunde müsse überprüft werden, ob sie mittel- oder langfristig aus dem Dienst genommen werden müssen. Aktuell seien im Land aber noch keine Fälle bekannt.

Die Polizei in NRW hat derzeit 324 Diensthunde, verteilt auf 47 Kreispolizeibehörden. Hierbei handelt es sich nach Ministeriumsangaben ausschließlich um Schutzhunde. Etwa 200 dieser Vierbeiner sind zusätzlich als Spürhunde ausgebildet.

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