Nach Straßburg: Keine erhöhte Gefahr für NRW

Tote und Verletzte bei Anschlag in Straßburg 03:51 Min. Verfügbar bis 12.12.2019

Nach Straßburg: Keine erhöhte Gefahr für NRW

  • Nach Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Straßburg
  • NRW-Innenministerium: Keine erhöhte Gefahr
  • Keine Hinweise auf Anschlagspläne bekannt

Nach dem Straßburger Terroranschlag werden die Sicherheitsmaßnahmen in NRW nach einer ersten Einschätzung des Innenministeriums zunächst nicht weiter erhöht.

"Wir haben unsere Polizeibehörden schon vor Beginn der Weihnachtsmärkte angewiesen, deutlich mehr sichtbare Präsenz zu zeigen", sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch (12.12.2018). Dies sei auch umgesetzt worden.

Lage wird beobachtet

Es gebe keine konkreten Hinweise auf Anschlagspläne in NRW, gleichwohl eine abstrakt hohe Gefahr. "Wir werden das ganz genau beobachten, wie sich die Lage weiter entwickelt", betonte der Sprecher des Innenministeriums.

Anti-Terror-Straßensperre am 28.11.2018 am Kiepenkerl-Weihnachtsmarkt in Münster

Straßensperre am Weihnachtsmarkt in Münster

Wenn es erforderlich sein sollte, werde auf eine veränderte Sicherheitslage entsprechend reagiert. Es gebe keine Hinweise auf einen Bezug des Straßburger Attentäters zu NRW. Er wurde laut Frankreichs Innenminister Christophe Castaner auch in Deutschland wegen mehrerer Delikte verurteilt.

Tote und Verletzte in Straßburg

Nach dem tödlichen Terroranschlag in Straßburg fahndet die Polizei mit einem Großaufgebot nach dem geflüchteten Täter. Der 29-jährige Mann hatte am Dienstagabend (11.12.2018) am Rande des Weihnachtsmarkts um sich geschossen und drei Menschen getötet.

Höchste Terrorwarnstufe in Frankreich

WDR 2 12.12.2018 02:44 Min. Verfügbar bis 12.12.2019 WDR 2

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Gedenkminute im Landtag

Der NRW-Landtag hat in einer Gedenkminute am Mittwoch der Opfer des Anschlags in Straßburg gedacht. "Wir sind erschüttert", sagte Landtagspräsident André Kuper bei der Eröffnung der Sitzung.

Der Anschlag wecke Erinnerungen an das Attentat auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin vor zwei Jahren. Straßburg sei auch der Ort des Europäischen Parlaments, sagte Kuper. "Die Demokratie in Europa ist stärker als ihre Feinde."

Stand: 12.12.2018, 11:57

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