Schwere Vorwürfe gegen Duisburger Polizei

Ver.di erhebt schwere Vorwürfe gegen Duisburger Polizei 00:34 Min. Verfügbar bis 31.05.2020

Schwere Vorwürfe gegen Duisburger Polizei

  • Verdi kritisiert Vorgehen der Polizei
  • Wasserwerfer dienen als körperliche Sperre
  • Polizei sammelt strafrechtlich relevantes Beweismaterial

Die Gewerkschaft Verdi hat sich in einem offenen Brief an die Duisburger Polizeipräsidentin Elke Bartels über das Vorgehen der Einsatzkräfte während einer Demonstration am 1. Mai in Duisburg beschwert. Bei der Kundgebung der Partei "Die Rechte" seien die Einsatzkräfte unverhältnismäßig grob gegen die Gegendemonstranten vorgegangen. Diese seien von Teilen der Polizei-Hundertschaft behindert worden. Außerdem sei ein Wasserwerfer zum Einsatz gekommen.

Übliches Vorgehen

Jaqueline Grahl, Pressesprecherin der Polizei Duisburg, hat nun auf die Vorwürfe reagiert: Der Wasserwerfer sei zwar vor Ort gewesen, habe aber kein Wasser verspritzt. "Die Wasserwerfer fungieren als körperliche Sperre. Wie bei jedem MSV-Risikospiel benutzen wir sie als ein taktisches Mittel", erklärte Grahl dem WDR.

Zum Vorwurf die Einsatzkräfte seien aggressiv und provokativ vorgegangen, sagte die Pressesprecherin: "Der Einsatz der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit war kurzzeitig nötig, um einzelne Randalierer festzunehmen".

Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit im Dienst

Bereits am 1. Mai hatte die Polizei mehr als 20 Anzeigen gestellt. Dank der Hilfe einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit konnte zusätzlich strafrechtlich relevantes Beweismaterial gesammelt werden. Nach der Auswertung des Videomaterials wurden 20 weitere Personen angezeigt. Darunter sind auch Demonstranten der Partei "Die Rechte".

Stand: 31.05.2019, 19:34

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