Paul Ziemiak bei der Vorstellung der Bundestagswahlkampfkampagne der CDU im Konrad-Adenauer-Haus. Hinter ihm trägt ein Wahlplakat die Aufschrift "Mit Sicherheit".

Fehlende Diversität: Das Netz diskutiert die Bundestagswahl-Plakate der CDU

Stand: 06.07.2021, 18:41 Uhr

Nachdem die Union vor etwas mehr als zwei Wochen ihr Wahlprogramm für die kommende Bundestagswahl vorgestellt hat, präsentierte die CDU heute die entsprechende Plakat-Kampagne dazu – und sorgt damit für Diskussionen im Netz.

"Es wird der digitalste Wahlkampf, den wir bisher erlebt haben", sagt CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Dienstag im Konrad-Adenauer-Haus, kurz bevor er den offiziellen, neuen Wahlkampf-Slogan seiner Partei vorstellt. Klar, dass dieser Slogan dann auch Hashtag-tauglich sein muss: #DeutschlandGemeinsamMachen.

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User bemängeln fehlende Diversität bei CDU-Plakaten

Die CDU hat ihre Plakat-Kampagne für die kommende Bundestagswahl in Berlin vorgestellt. User im Netz bemängeln: Auf den Plakaten wird die Diversität der Gesellschaft nicht abgebildet.

Paul Ziemiak bei der Vorstellung der Bundestagswahlkampfkampagne der CDU im Konrad-Adenauer-Haus. Hinter ihm trägt ein Wahlplakat die Aufschrift "Heute lernen, was morgen zählt".

"Die Botschaft muss klar sein und man muss die Themen in den Fokus nehmen", sagt CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak bei der Vorstellung der neuen Plakate.

"Die Botschaft muss klar sein und man muss die Themen in den Fokus nehmen", sagt CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak bei der Vorstellung der neuen Plakate.

Der neue Wahlslogan "Deutschland Gemeinsam Machen" ist auf fast allen Plakaten zu lesen.

Die auf den Plakaten abgebildeten Menschen sind Mitarbeiter der CDU-Parteizentrale. Die hier dargestellte Polizistin ist eigentlich eine Mitarbeiterin bei der CDU-Online-Kampagne "Connect".

Laut Ziemiak wollte die Partei keine Polizisten, Kranken- oder Altenpfleger während der Pandemie von der Arbeit abhalten. Deshalb habe man sich dazu entschieden, für die Plakate lieber Mitarbeiter zu fotografieren.

Kurz nach Vorstellung der ersten Plakate begannen die ersten User im Netz mit Kritik: Die Plakate seien zu "weiß".

Andere User zweifelten an der Glaubwürdigkeit der auf den Plakaten präsentierten Wahlversprechen.

Verkleidete Parteimitarbeiter auf den Plakaten

Passend zum Slogan präsentiert Ziemiak auch Wahlplakate, die Wählerinnen und Wähler besonders ansprechen sollen.

Die "Gesichter", die zu sehen sind: Altenpfleger, Polizisten, Krankenschwestern. Doch: Die Personen auf den Plakaten sind in Wirklichkeit Mitarbeiter aus der eigenen Parteizentrale. Das sorgt für Irritationen.

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Das macht Paul Ziemiak auch direkt transparent: "Wir wollen eine Krankenschwester, eine Polizistin, einen Altenpfleger nicht von der Arbeit abhalten in der Pandemie, um Fotos zu machen für eine Werbelinie". Außerdem, so Ziemiak weiter, wollte man kein Infektionsrisiko beim Fotoshooting eingehen.

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Kritik an fehlender Diversität

Doch viele User im Netz stört auch eher etwas anderes: Auf den von Ziemiak präsentierten Wahlplakaten sind nur Menschen mit weißer Hautfarbe zu sehen. Die Familie ist die traditionelle Familie aus Mutter, Vater und Kind - alternative Familienentwürfe erwähnt Ziemiak zwar in seiner Präsentation, gezeigt werden sie jedoch nicht.

Twitter-User Ssaman Mardi formuliert seine Kritik so: "Wie kann man im Jahr 2021 so weiße, nicht-diverse Plakate drucken?".

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Einige User verweisen allerdings auch auf die Wahlplakate der anderen Parteien - und vermissen auch hier Diversität:

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Hat die CDU ein Glaubwürdigkeitsproblem?

Einige bezweifeln zudem die Glaubwürdigkeit der präsentierten Wahlversprechen. So schreibt beispielsweise Twitter-User Janis Ehling: "Die #CDU-Plakate sind der reinste Hohn. Jedes einzelne Plakat ein Witz. Die CDU will weder bezahlbares #Wohnen, noch gute Bildung, #Klimaschutz oder gute Renten. Mehr Lügen in Bilden geht kaum."

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Kritik an den Plakat-Themen kommt auch von der Opposition.

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