Kinderhospize in NRW brauchen dringend mehr Pflegekräfte

Hand in Hand

Kinderhospize in NRW brauchen dringend mehr Pflegekräfte

Von Sonja Riedel

  • Fehlendes Personal ambulant und stationär
  • Angebote auf dem Land reichen nicht aus
  • Verein setzt sich für weitere Dienste ein

Gut ausgebildete Pflegekräfte werden dringend gebraucht. Das sagt der Deutsche Kinderhospizverein in Olpe. Sowohl für stationäre Kinderhospize, als auch für die Betreuung sterbenskranker Kinder zu Hause würde dringend mehr Personal gebraucht.

"Man findet keine Pflegekräfte, das macht uns große Sorgen", sagte Geschäftsführer Martin Gierse. Zum bundesweiten Tag der Kinderhospizarbeit am Samstag (10.02.2018) macht der Verein auf die Situation von lebensverkürzend erkrankten Kindern aufmerksam.

Familien auf dem Land müssen lange Wege in Kauf nehmen

Tag der Kinderhospizarbeit

Sechs stationäre Kinderhospize gibt es in NRW, 34 ambulante Kinderhospizdienste. Vor allem auf dem Land reiche das aber nicht aus. "Häufig müssen Familien dort besonders lange Wege in Kauf nehmen, um eine Versorgung zu bekommen", sagte Gierse.

Bei der ambulanten Versorgung besuchen auch Ehrenamtliche betroffene Familien. Es sei schwer, Ehrenamtliche zu finden, die 50 Kilometer oder mehr zu einer Familie fahren würden.

Förderung der Krankenkassen reicht nicht aus

Deshalb setzt sich der Verein dafür ein, dass weitere ambulante Dienste gegründet werden. Wer sich dafür interessiert, kann sich beim Kinderhospizverein beraten lassen.

Die ambulanten Dienste seien stark auf Spenden angewiesen, weil die Förderung der Krankenkassen nicht ausreiche, zum Beispiel für Angebote für Geschwister oder die Trauerbegleitung.

Zum Tag der Kinderhospizarbeit gibt es verschiedene Veranstaltungen in NRW, zum Beispiel in Dortmund, Düsseldorf, Hamm und Siegen.

Kinderhospize suchen Mitarbeiter

WDR 5 Morgenecho - Westblick am Morgen | 18.12.2017 | 04:00 Min.

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Stand: 10.02.2018, 06:00