Perseiden-Nächte: Sternschnuppen über NRW

Stand: 12.08.2022, 12:53 Uhr

Die kommenden Nächte bieten reichlich Gelegenheit, sich etwas zu wünschen: Hunderte Sternschnuppen flitzen über den Himmel, auch vielerorts in NRW sind sie gut zu sehen.

Die kommenden Nächte bieten reichlich Gelegenheit, sich etwas zu wünschen. Denn in der Nacht von Freitag auf Samstag gibt es die meisten zu sehen. Seinen theoretischen Höhepunkt erreicht der Sternschnuppen-Regen am frühen Morgen des 13. August gegen drei Uhr.

Milde Temperaturen laden zum Perseiden-Gucken ein

Bei klarem Himmel und ohne Regen dürfte das Spektakel am Himmel gut zu beobachten sein. Allein das derzeit helle Mondlicht könnte stören. Die Temperaturen liegen laut den WDR-Wetterexperten bei 19 bis 14 Grad. Die Umstände sind günstig um, nachts mit dem Picknick-Korb in den Park zu gehen.

Wie jedes Jahr in der ersten Augusthälfte sorgt der Meteorstrom der Perseiden für ein Spektakel am Nachthimmel. Die Perseiden heißen so, weil sie scheinbar dem Sternbild Perseus entspringen. Tatsächlich handelt es sich jedoch um kleine, bloß etwa stecknadelkopfgroße Staubteilchen, die aus dem Schweif eines Kometen namens "109P/Swift-Tuttle" stammen.

Wann kann ich die Sternschnuppen sehen?

Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen dem späten Abend und dem frühen Morgen. Ab 22 Uhr abends bis vier Uhr morgens sind die meisten Sternschnuppen zu erwarten. Ideal ist es ab Mitternacht. Im Idealfall leuchten bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde am Himmel auf.

Wo ist die Sicht in NRW am besten?

In diesem Jahr gibt es im ganzen Land gute Sicht. Die Nacht zum Donnerstag verläuft meistens klar, nur vereinzelt sind örtlich mal dünne Schleierwolken dabei. In der zweiten Nachthälfte - der besten Beobachtungszeit - bleibt es mit in den Großstädten am Rhein sowie im westlichen Ruhrgebiet 17 bis 19 Grad mild. In der Eifel und im Sauerland empfiehlt sich eine Jacke: Hier können stellenweise auch bis zu acht Grad erreicht werden.

"In der Nacht vom Freitag auf Samstag wird es in ganz NRW wieder wolkenlos bis leicht bewölkt", sagte WDR-Wetterexperte Jürgen Vogt am Mittwoch. "Mit 15 bis 18 Grad in der zweiten Nachthälfte bleibt es in den Städten ähnlich mild wie in der Nacht zuvor." In den Höhenlagen sei am frühen Morgen mit Tiefstwerten zwischen zwölf und 15 Grad zu rechnen.

"Einen Wermutstropfen gibt es allerdings", sagte Meteorologe Vogt. "In der Nacht vom Donnerstag auf Freitag ist Vollmond. Das heißt: Er scheint auch in der Folgenacht sehr hell." Am schönsten sei das Erlebnis in klaren Neumondnächten.

Wohin muss ich gucken?

Grundsätzlich gilt: Blickrichtung nach Nordosten mit Kopf im Nacken. "Dann guckt man in Fahrtrichtung der Erde", erklärte Vogt. "Das ist wie bei Regen auf der Autobahn: Am meisten Tropfen landen auf der Windschutzscheibe."

Wer die Perseiden beobachten möchte, sollte einen möglichst dunklen Ort mit wenig künstlichen Lichtquellen suchen. Das bedeutet: möglichst raus aus der Stadt und größeren Ortschaften - zum Beispiel in den Nationalpark Eifel.

Brauche ich Hilfsmittel?

Nein, Ferngläser oder gar Teleskope sind beim Aufspüren der in Sekundenschnelle verglühenden Meteore sogar hinderlich, denn das Blickfeld solcher Instrumente ist für die flinken Himmelskreuzer viel zu klein.

Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte ein Weitwinkelobjektiv verwenden, die Kamera auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

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