Parken in der zweiten Reihe rechnet sich in NRW

Halteverbotsschild an Straße in Düsseldorfer Innenstadt

Parken in der zweiten Reihe rechnet sich in NRW

  • NRW parkt in zweiter Reihe
  • Knöllchen gibt es oft nicht
  • Höhere Bußgelder als mögliche Lösung

In NRW fehlt Parkraum. Das wird zunehmend zum Problem, da es immer mehr Falschparker in zweiter Reihe gibt. Die Ordnungsämter in NRW gehen dagegen sehr unterschiedlich vor. Das hat eine Umfrage des WDR am Mittwoch (13.03.2019) ergeben.

Politessen agieren situationsabhängig

Die Stadt Düsseldorf drückt bislang eher ein Auge zu, wenn in zweiter Reihe oder an Kreuzungsecken geparkt wird. Besonderes bei den Paketboten. Es sei nicht überall möglich, in vertretbarer Nähe zum Zustellort gesetzestreu den Transporter abzustellen, heißt es in einer Stellungnahme.

Ähnlich orts- und situationsabhängig handeln die Politessen in Köln. Es komme eben auch darauf an, wo. Auf den Ringen zu parken, werde zum Beispiel keinesfalls toleriert, so eine Sprecherin.

Die Essener Politessen schreiben konsequent Knöllchen. Man überlege aber, ob sich nicht an den neuralgischen Stellen Sonder-Haltezonen einrichten lassen, sagte eine Stadt-Sprecherin.

Künftig 95 Euro fürs Falschparken?

Um dem Problem zu begegnen, haben die NRW-Grünen vorgeschlagen, die Bußgelder fürs Falschparken deutlich anzuheben – etwa auf holländisches Niveau. Dort kostet eine Verwarnung ab 95 Euro aufwärts.

Bußgeld wird häufig in Kauf genommen

Vielerorts wird in den Städten das Bußgeld den Parkgebühren vorgezogen. Bei zumeist 15 Euro liegt es oft unter dem Preis für das Parkticket und rechnet sich.

Wenn es deutlich teurer würde, hätte das sicherlich einen Effekt – allerdings ist der an eine Bedingung geknüpft: Es müssten erst einmal Knöllchen geschrieben werden.

Stand: 13.03.2019, 16:50

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