Hunderte Menschen bei Ostermärschen in NRW

Nordrhein-Westfalen, Gronau: Auf einer Warnweste eines Demonstranten steht «Stop Urenco»

Hunderte Menschen bei Ostermärschen in NRW

Hunderte Menschen kamen in diesem Jahr zu den Ostermärschen in NRW
auf den Straßen zusammen - unter strengen Corona-Regeln. Ingesamt
blieb es friedlich. Eine der Protest-Aktionen kam sogar fast ohne
Polizeipräsenz aus.

Von Gronau und Jülich über Duisburg bis Dortmund: Die traditionellen Ostermärsche haben in diesem Jahr wieder auf der Straße stattgefunden. Insgesamt berichtet die Polizei dabei von friedlichen Demonstrationen und Kundgebungen. Gestartet waren die Proteste am Karfreitag in Gronau und Jülich.

An einer Fahrrad-Demonstration vor den Werkstoren der Urananreicherungsanlage Urenco im münsterländischen Gronau beteiligten sich laut Polizei etwa 130 Menschen, das Aktionsbündnis Gronau sprach von 150. Die Demo sei friedlich und coronakonform verlaufen, so die Polizei. Auf Transparenten forderten die Demonstranten unter anderem: "Stopp Urenco".

Ostermarsch in Corona-Zeiten

WDR 5 Morgenecho - Interview 03.04.2021 05:56 Min. Verfügbar bis 03.04.2022 WDR 5


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20 Teilnehmer in Jülich

Eine Protest-Aktion vor dem Forschungszentrum im rheinischen Jülich war mit etwa 20 Teilnehmern so klein, dass die dortige Polizei nach eigenen Angaben nur einen Bezirksbeamten abstellen musste. "Das war alles sehr ruhig", sagte ein Sprecher. Auf einem der wenigen Transparente wurde gereimt: "Ob zivil oder militärisch - gegen die Atomkraft wehr' Dich."

Abrüstung ist das Hauptthema

Am Samstag gab es in mehreren Städten Aktionen unter anderem gegen eine Erhöhung der Militärausgaben und den Einsatz von Drohnen im militärischen Bereich. Im Zentrum von Duisburg begann am Samstag der Ostermarsch Rhein-Ruhr, der am Montag mit einer Abschlusskundgebung in Dortmund endete. Unter dem Motto "Abrüsten statt Aufrüsten"  hatten sich laut Veranstalter rund 250 Teilnehmer im Stadtzentrum getroffen. Zuvor hatte es bereits eine Auftaktkundgebung im Stadtteil Dorstfeld gegeben.

Veranstalter: "Wichtiges Signal"

Die Veranstalter der Ostermärsche in NRW waren angesichts der Beschränkungen durch die Coronavirus-Pandemie zufrieden mit der Beteiligung. "Es war ein wichtiges Signal, dass die Ostermärsche überhaupt stattfinden konnten", sagte am Ostermontag Kristian Golla vom Bonner Netzwerk Friedenkooperative, dem Informationsbüro für die Ostermärsche.

Im Jahr der Bundestagswahl wurden bei den Veranstaltungen unter anderem der Beitritt Deutschlands zum Atomwaffenverbotsvertrag und ein Stopp von Rüstungsexporten gefordert. Auch lehnten die Ostermarschierer eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts ab.

Stand: 05.04.2021, 16:55

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