Mehr Zulauf bei Ostermärschen in NRW

Demonstranten protestieren bei den Ostermärschen in NRW gegen Atomwaffen

Mehr Zulauf bei Ostermärschen in NRW

  • Dreitägiger Rhein-Ruhr-Ostermarsch endet in Dortmund
  • Ziel der Demonstranten: Frieden, Abrüstung, Antifaschismus
  • Organisatoren berichten von deutlich mehr Zulauf

In Dortmund haben die Friedensaktivisten der Ostermärsche am Montag (22.04.2019) in Dorstfeld mit einem Friedensgottesdienst und einer Kundgebung ein Zeichen gegen Rechts gesetzt. Gerade im Ruhrgebiet seien Neo-Nazis aktiv und Dortmund-Dorstfeld sei ein Hotspot der rechten Szene, sagte der Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsgegnerInnen, Joachim Schramm.

Drei Tage lang für den Frieden marschieren

Mit dem Treffen in Dortmund ging der dreitägige Rhein-Ruhr-Marsch zu Ende, der unter dem Motto "Abrüsten statt Aufrüsten - Verbot der Atomwaffen! - Für eine Europa des Friedens!" stattfand und von Duisburg über Düsseldorf und Herne führte. Der Marsch gilt als einer der größten und traditionsreichsten in Deutschland.

Deutlich mehr Teilnehmer

Den Organisatoren von der Friedenskooperative in Bonn zufolge haben weit mehr als 3.000 Menschen an diesem Marsch teilgenommen - ein Zuwachs um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den lokalen Märschen seien deutlich mehr Aktivisten dabei gewesen, berichteten die Organisatoren. In den vergangenen Jahren hatte die Zahl der Ostermarschierer kontinuierlich abgenommen.

"Friday for future" bringt Zulauf

Grund für den neuen Zulauf sei die Angst vor einem neuen atomaren Wettrüsten nach der Kündigung des INF-Vertrages durch die USA. Auch die "Friday for Future"-Bewegung habe für einen neuen Zulauf gesorgt, vor allem bei jungen Leuten. Bei mehreren Ostermarsch-Kundgebungen sind Sprecher dieser neuen, vor allem klimapolitisch engagierten Bewegung zu Wort gekommen.

Start in Gronau mit Anti-Atom-Protest

Auch in Münster, Bonn, Neuss und Siegen fanden Aktionen der Ostermarschierer statt. Teilnehmer und Redner kamen von den beiden großen christlichen Kirchen, den Gewerkschaften, der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes oder der Deutschen Friedensgesellschaft.

In Gronau hatten die NRW-Ostermärsche am Karfreitag mit einem Gang zur Uran-Anreicherungsanlage begonnen, deren Stilllegung gefordert wird.

Start der Ostermärsche

WDR 5 Morgenecho - Interview 19.04.2019 04:19 Min. Verfügbar bis 18.04.2020 WDR 5

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Stand: 22.04.2019, 16:31

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