Laumann: Kliniken haben Schlüsselrolle bei Organspenden

Verpasste Chancen – warum Deutschland so wenige Spender hat Quarks 19.02.2019 05:58 Min. UT Verfügbar bis 19.02.2024 WDR Von Kristin Raabe

Laumann: Kliniken haben Schlüsselrolle bei Organspenden

  • Laumann: Identifikation von Spendern in Kliniken
  • NRW bundesweit mit den wenigsten Organspendern
  • Organe werden hirntoten Patienten mit Einwilligung entnommen

Kliniken kommt bei der Gewinnung von Organspenden eine Schlüsselrolle zu. Der Ansicht ist NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Wichtig sei dort die Identifikation von Spendern, sagte der Minister am Dienstag (26.02.2019) vor Medizinern und Krankenhausexperten bei einer Tagung in Düsseldorf.

Mit Blick auf die bundesweit mit Abstand niedrigste Spendenzahl in NRW sagte Laumann: "Ich lasse Antworten nicht gelten, dass es am System liegt." Seine Besuche in 19 Kliniken mit neurochirurgischen Abteilungen im vergangenen Jahr hätten ergeben, dass das Thema verschieden angegangen werde. Auch die Zahl der Organentnahmen sei unterschiedlich.

Bundesweit wurden 2018 insgesamt 955 Organe entnommen, das entspricht 11,5 Spendern pro einer Million Einwohner. In NRW waren es aber nur 9,1 Spender. Dagegen warten bundesweit mehr als 9000 Patienten auf ein Transplantat. Für viele Menschen mit schweren Herz- oder Lebererkrankungen ist eine Organtransplantation die letzte lebensrettende Maßnahme. Die Organe werden hirntoten Patienten entnommen, die zuvor ihre Einwilligung erklärt hatten.

Stand: 26.02.2019, 13:41

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