Viele Aktionen zum "Orange Day" in NRW

Zwei Hände halten eine Tüte mit orangem Farbkleks auf weißem Grund mit der Aufschrift "Gewalt kommt nicht in die Tüte"

Viele Aktionen zum "Orange Day" in NRW

Von Peter Hild

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen hat es am Donnerstag in zahlreichen NRW-Städten Aktionen und Veranstaltungen gegeben. Ein Überblick.

In vielen Städten aller Landesteile sind am Donnerstag markante Gebäude und Wahrzeichen orange angestrahlt worden. Orange steht als Farbe für eine Zukunft ohne Gewalt an Frauen und wurde von den Vereinten Nationen ausgewählt. In zahlreichen Bäckereien wurden außerdem bedruckte Brötchentüten verteilt, die auf örtliche oder überregionale Hilfsangebote für Frauen hinweisen.

Aktionen und Veranstaltungen im Rheinland

Bei einer kostenfreien Lesung im Ulla-Hahn-Haus in Monheim beleuchtete die Haaner Autorin Bettina Lausen in ihrem Historien-Roman das Thema Gewalt gegen Frauen im Mittelalter. In jeder der 19 Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises sollte seit Donnerstag eine orangefarbene Sitzbank stehen, die auf das Thema aufmerksam machen soll und von Schülerinnen und Schülern eines Berufskollegs in Hennef gestaltet wurde.

"Orange Day" vielerorts in NRW

Die Farbe Orange symbolisiert Hoffnung - auf eine Zukunft ohne Gewalt an Frauen. Am Donnerstag wurden vielerorts in NRW markante Gebäude und Wahrzeichen orange angestrahlt.

Das Dortmunder U leuchtet Orange.

In der Dunkelheit besonders gut erkennbar: Das Dortmunder U leuchtet in Orange.

In der Dunkelheit besonders gut erkennbar: Das Dortmunder U leuchtet in Orange.

Auch der alte Hochofenturm auf dem Phoenix-West Gelände in Dortmund ist angestrahlt.

In Bielefeld bildet das orange leuchtende Rathaus ebenfalls einen auffallenden Kontrast zum dunklen Himmel.

Zum "Orange Day" gab es in Bielefeld eine Demo mit rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie wollten das Thema "Gewalt an Frauen" öffentlich in den Fokus rücken.

Orangefarbene Westen gehörten bei der Demo in Bielefeld dazu - und Mundschutz sowieso.

In Köln leuchtet das 4711-Haus ebenfalls in bunten Farben, auch in Orange.

Und das Hauptgebäude der Universität zu Köln? Na klar, auch dort gab es am "Orange Day" orangefarbene Lichteffekte.

In Köln hatte der Arbeitskreis "Gegen Gewalt an Frauen" am Nachmittag in der Einkaufsmeile Schildergasse für jede durch Partnergewalt gestorbene Frau symbolisch eine Kerze aufgestellt. Des Weiteren gab es Ausstellungen und Podiumsdiskussionen zum Thema. Das Bündnis "Lila in Köln" für autonome Frauenprojekte gegen Gewalt hatte einen Protestmarsch mit Musik und Redebeiträgen auf der Agenda

Das veranstalteten Städte und Verbände im Ruhrgebiet

In Essen gab es eine Informationsschau zum Thema in der Stadtbibliothek, bei der auch Flyer mit örtlichen Hilfstelefonnummern und Listen mit Literatur zum Thema zu bekommen waren.

In Gelsenkirchen waren die Fahrzeuge der Feuerwehr und der Gelsendienste mit Aufklebern unterwegs, die auf das bundesweite Hilfetelefon für von Gewalt betroffene Frauen hinwiesen.

Aktionen zum "Orange Day" am Niederrhein

In Krefeld waren am Nachmittag vor dem Stadttheater öffentliche Ansprachen zum Thema unter anderem von Stadt und Polizei geplant. Gesammelte Spenden auf der Veranstaltung fließen in Schutzwohnungen für von Gewalt betroffene Frauen.

In Moers wurden mehrere Denkmäler mit orangenen Tüchern verhüllt und viele Geschäfte stellten Sparschweine auf ihren Verkaufstresen auf. Das Geld geht dann ans Moerser Frauenhaus. In Mönchengladbach gab es am Nachmittag über das Stadtgebiet verteilt fünf Infostände zum Thema, an denen mit Experten diskutiert werden konnte oder Adressen und Kontaktnummern für Betroffene erhältlich ware.

Das gab es in Westfalen

Der Kreis Lippe hatte zusammen mit Spielerinnen und Spielern des lippischen Handball-Erstligisten eine Öffentlichkeitskampagne unter dem Motto "Für Lippe gegen häusliche Gewalt" gestartet. In allen 16 Städten hingen Großplakate, die auf die "Anzeigenunabhängige Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt" des Klinikums Lippe-Detmold hinweisen.

Im Schlosspark in Coesfeld wurde anlässlich des Orange Days das Thema "Femizide-Frauenmorde" aufgegriffen, mit 147 bedruckten Stelen, die für zwei Wochen öffentlich zugänglich sind. Einige Geschäfte in der Innenstadt wollten orangefarbene Leuchten in ihre Schaufenster stellen.

In Ahlen hat die Stadt gemeinsam mit Sozialverbänden eine Einkaufstüte kreiert, die auf das Thema aufmerksam macht und die bei allen Kooperationspartnern erhältlich ist. Außerdem hat der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Warendorf einen Info-Bus gestaltet, der nun drei Monate im Kreis unterwegs sein soll, um über das Thema Gewalt gegen Frauen zu informieren.

Aktionen und Veranstaltungen im Bergischen

In Wuppertal hatten Schulen im Vorfeld des Orange Days an einem Plakatwettbewerb unter dem Motto "Haltung zeigen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen" teilgenommen. Die Siegerbeiträge sollen nun zwei Wochen lang im ganzen Stadtgebiet als Plakate zu sehen sein.

Das Jugendparlament in Velbert startete zum Orange Day eine digitale Aktion gegen "Catcalling", dem anzüglichen Rufen oder Hinterherpfeifen gegenüber Frauen. Die Jugendvertreter hatten dazu im Vorfeld Sprüche und Fotos gesammelt, die am Donnerstag in der Story des städtischen Instagram-Accounts gezeigt wurden.

Stand: 25.11.2021, 19:46

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