Omikron-Ausbreitung: So reagieren Länder in Europa

Stand: 20.12.2021, 12:08 Uhr

Europa hat ein Omikron-Problem. Die besonders ansteckende Variante des Corona-Virus breitet sich aus - zum Teil mit einer enormen Geschwindigkeit. Wir liefern einen Überblick darüber, welche Auswirkungen das in den einzelnen Ländern schon hat.

Die Omikron-Variante ist in ganz Europa angekommen. Einige Länder mussten bereits reagieren, um eine nächste Pandemie-Welle zu verhindern.

Omikron in Großbritannien: Notstand in London

Britische Nationalflagge vor blauem Hintergrund

60 Prozent der Infektionen sind in Großbritannien inzwischen auf die Omikron-Variante zurückzuführen. Deshalb schließt die Regierung auch nicht aus, dass noch vor Weihnachten stärkere Einschränkungen kommen. Besonders betroffen ist die Hauptstadt London. 

Bürgermeister Khan hat dort inzwischen den Notstand ausgerufen, um die Krankenhäuser zu unterstützen. In den Kliniken, aber auch bei der Feuerwehr ist schon spürbar, dass viel Personal krankheitsbedingt ausfällt. Deutschland hat Großbritannien als Virusvariantengebiet eingestuft. Das bedeutet, wer von dort nach Deutschland einreisen will, muss 14 Tage in Quarantäne - egal ob geimpft oder nicht. Freitesten ist auch nicht möglich.

Omikron in den Niederlanden: harter Lockdown

Niederländische Nationalflagge or blauem Hintergrund

Unsere direkten Nachbarn reagieren mit einem Lockdown: Einzelhändler müssen auf die letzten Tage des Weihnachtsgeschäfts verzichten. Läden und auch Gaststätten bleiben zu, außerdem Kultur- und Sporteinrichtungen. Zunächst bis zum 14. Januar. Niederländische Haushalte sollen sich nur noch mit maximal zwei weiteren Personen treffen.

Omikron in Dänemark: Theater, Zoos, Sportstätten schließen

Dänische Nationalflagge vor blauem Hintergrund

Erst im September war so etwas wie Freedom Day in Dänemark, fast alle Einschränkungen waren aufgehoben worden. Jetzt müssen wegen der steigenden Infektionszahlen dänische Theater, Zoos, Vergnügungsparks und Sportstätten wieder schließen. Restaurants dürfen nur noch bis 23 Uhr öffnen.

Omikron in Frankreich: Geimpft-Status verfällt ohne Booster

Fahne Frankreichs

Im Kampf gegen die fünfte Corona-Welle hatte Frankreich zuletzt die Booster-Impfung für den Erhalt des Geimpften-Status' zur Voraussetzung gemacht. Wessen Impfung älter ist als sieben Monate, benötigt ab Mitte Januar eine Auffrischimpfung. Für Menschen über 65 Jahren gilt dies bereits. Für den Besuch von Gastronomie, Kultur- und Sportstätten sowie Fahrten mit dem Reisebus oder Fernzug gilt in Frankreich die 3G-Regel. Auch im Freien muss Maske getragen werden, wenn es voll ist.

Omikron in der Schweiz: Homeoffice-Pflicht

Die Nationalflagge der Schweiz

Die Schweiz hat am Montag ihre Corona-Regeln verschärft. So wird die Homeoffice-Pflicht wieder eingeführt. Zudem gelte für zahlreiche öffentliche Einrichtungen die 2G-Regel. Nur Geimpfte und Genesene haben noch Zutritt zu Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben sowie zu Veranstaltungen in Innenräumen. Zu privaten Treffen sind nur zehn Menschen - einschließlich Kinder - zugelassen, falls einer der Teilnehmer nicht geimpft oder genesen ist.

Omikron in Österreich: Hohe Hürden für Einreise

Österreichische Nationalflagge vor blauem Hintergrund

Bundeskanzler Nehammer sieht sein Land in einer Verschnaufpause nach einem befristeten Lockdown. Bei der Vorbereitung auf Omikron soll ein Krisenstab helfen, der jetzt ähnlich wie in anderen Ländern eingerichtet wurde.

Seit Montag dürfen nur nur noch Reisende mit 2G-Nachweis nach Österreich. Zusätzlich ist ein aktueller PCR-Test notwendig oder der Nachweis einer Drittimpfung, um einer Quarantäne zu entgehen. Ausnahmen gibt es zum Beispiel für Pendler.

Omikron in Portugal: Lockdown Light

Weingalerie

Portugal hat einer der weltweit höchsten Impfquoten und verzeichnet trotzdem einen starken Anstieg bei den Neuinfektionen. Für die Zeit zu Jahresbeginn hat die Regierung daher eine Woche "Lockdown Light" verordnet: Wer irgendwie kann, soll vom 2. bis zum 9. Januar im Homeoffice bleiben. Für die Arbeit von Zuhause treten dann neue und strenge Regeln in Kraft, um Berufliches und Privates auch im Homeoffice zu trennen. Außerhalb der Arbeitszeit soll der Chef etwa keine Aufträge mehr erteilen dürfen - unter Androhung hoher Strafen. In Portugal werden seit Samstag auch Kinder zwischen fünf und elf Jahren geimpft

Omikron in Spanien: Neue Einschränkungen in Sicht

Spanische Nationalflagge vo blauem Hintergrund

Auch in Spanien gehen die Zahlen wieder hoch und neue Einschränkungen sind in Sicht. Die Regierung berät am Mittwoch (22.12.) darüber, was zu tun ist. Noch sind die Krankenhäuser in Spanien aber nicht so stark ausgelastet.

Aktuelle TV-Sendungen