NRW hinkt beim Ökolandbau hinterher

Gemüse in einer Kiste

NRW hinkt beim Ökolandbau hinterher

  • Anteil an Bio-Anbauflächen in NRW leicht gestiegen
  • Trotz wachsender Nachfrage Anstieg nur gering
  • NRW hinkt beim Ökolandbau bundesweit hinterher

Biolebensmittel boomen - ob im Bioladen oder beim Discounter. Parallel dazu ist der Ökolandbau in NRW im vergangenen Jahr nur ganz leicht gewachsen.

Nach einem Bericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums stieg der Anteil für Bioanbau an der gesamten Agrarfläche bis Ende 2018 auf 5,9 Prozent. Ende 2017 waren es noch 5,7 Prozent.

NRW hinkt hinterher

2.161 Betriebe wirtschaften hierzulande nach ökologischen Vorgaben - sieben Prozent aller Landwirte in NRW. Im Jahr zuvor waren es noch 2.071. NRW liegt damit im Bundesvergleich auf den hinteren Plätzen.

Den höchsten Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen hat laut den neuen Zahlen für 2018 das Saarland mit 16,5 Prozent. Es folgen Hessen (14,7 Prozent) und Baden-Württemberg (14 Prozent), gemessen an der jeweiligen gesamten landwirtschaftlichen Fläche. Schlusslicht ist Niedersachsen mit 4,1 Prozent.

Jeder achte Bauer setzt auf Ökolandwirtschaft

Bundesweit wirtschaften nun knapp 32.000 Betriebe - und damit 12 Prozent aller Landwirte - ökologisch. Ein Jahr zuvor waren es elf Prozent. Ziel der Bundesregierung ist, den Öko-Flächenanteil bis 2030 auf 20 Prozent zu bringen.

Denn die Nachfrage nach Bioprodukten steigt stetig. In der Verbraucherumfrage "Ökobarometer 2018" stellte das Bundeslandwirtschaftsministerium fest, dass im vergangenen Jahr mehr als ein Viertel der Befragten angaben, regelmäßig Biolebensmittel zu kaufen - mehr als im Jahr davor.

Stand: 23.06.2019, 13:45

Aktuelle TV-Sendungen