Mehr Menschen besuchen NS-Gedenkstätten in NRW

Ehemalige NS-"Ordensburg" Vogelsang,

Mehr Menschen besuchen NS-Gedenkstätten in NRW

  • NS-Gedenkstätten verzeichnen Besucheranstieg
  • Erstarkter Rechtsextremismus als Herausforderung
  • Gedenkstätten werden von Kommunen finanziert

Einen starken Besucheranstieg verzeichnen die NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen. Vergangenes Jahr seien rund 410.000 Menschen zu den 29 Einrichtungen und Orten gekommen, die an den Nazi-Terror erinnern, teilte das NRW-Kulturministerium am Freitag (24.01.2020) mit. 2015 seien es noch etwa 278.000 und damit rund zwei Drittel dessen gewesen.

"Orte der Verständigung"

Kulturstaatssekretär Klaus Kaiser (CDU) bezeichnete einen erstarkten Rechtsextremismus als Herausforderung an die Demokratie, der man sich stellen müsse. "Sie zeigt, wie wichtig NS-Gedenkstätten als Orte der Verständigung über unser gemeinsames Selbstverständnis und über die Grundlagen des Zusammenlebens sind und bleiben", sagte er wenige Tage bevor sich die Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz am Montag (27.01.2020) zum 75. Mal jährt.

Dem Ministerium zufolge werden die 29 NS-Gedenkstätten in NRW hauptsächlich von Kommunen finanziert und betrieben. Die Landeszuschüsse belaufen sich auf rund 20 Prozent der Gesamtmittel.

40 Jahre NS-Dokumentationszentrum in Köln

WDR 3 Mosaik 13.12.2019 08:52 Min. Verfügbar bis 12.12.2020 WDR 3

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Stand: 24.01.2020, 12:21

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