Wie Zootiere in NRW die Hitze aushalten

Zwei Eisbären mit einer "Eisbombe" im Grünen Zoo Wuppertal

Wie Zootiere in NRW die Hitze aushalten

Von Celina de Cuveland

  • Viele Tierarten vertragen Hitze nicht
  • Zoos in NRW müssen Abkühlungen schaffen
  • Tierpfleger haben kreative Ideen

Nicht nur die Menschen in NRW schwitzen am Dienstag (25.06.2019) bei der großen Hitze - auch vielen Tieren ist es zu warm. Im Kölner Zoo, im Allwetterzoo Münster und im Zoo Wuppertal bauen die Tierpfleger zum Beispiel "Eisbomben". In Köln freuen sich die Kalifornischen Seelöwen über die kleine Abkühlung, in Münster frieren die Pfleger für die Bären Obst als eine Art "Wassereis" ein und in Wuppertal bekommen die beiden Eisbären Luca und Anori einen großen Eisklotz mit gefrorenem Fisch. Netter Nebeneffekt: Die "Eisbomben" kühlen nicht nur, sie beschäftigen die Tiere auch.

Kleine Pandas duschen in Dortmund unterm Rasensprenger

Gegen die Hitze nimmt ein Elefant des Allweterzoos in Münster ein Bad

Für die Orang-Utans füllen die Tierpfleger im Allwetterzoo Münster Schläuche mit Wasser und Obststücken und frieren diese ein. Im Kölner Zoo gibt es eine Erfrischung für die Elefanten. "Wir spritzen die Tiere mit dem Wasserschlauch ab", berichtet Pressesprecher Christoph Schütt.

Die Kleinen Pandas und die Humboldtpinguine im Dortmunder Zoo können sich unter Rasensprengern abkühlen. "Unsere Mitarbeiter achten natürlich verstärkt darauf, dass die Tiere genug Trinkwasser haben", berichtet Pressesprecherin Katrin Pinetzki. Gut haben es auch die Hirscheber im Wuppertaler Zoo. Sie können sich in einer Matschsuhle erfrischen.

Nilpferdbaby im Kölner Zoo kühlt sich selbst ab

Seelöwenbaby Lucy und Artgenosse im Kölner Zoo

Es gibt aber auch Tierarten, die ohne fremde Hilfe mit der Hitze gut zurecht kommen. Im Kölner Zoo ist es etwa das im Mai geborene Nilpferdbaby. Seine Haut sondert - wie bei allen Nilpferden - ein rötliches Sekret ab, das den Körper des Tieres herunterkühlt. Wahre Hitzeprofis sind die Trampeltiere. Sie können eine Körpertemperatur von bis zu 41 Grad Celsius ertragen, ohne einen Hitzschlag zu erleiden. Humboldtpinguine breiten bei Hitze ihre Flügel aus, die an den Unterseiten kaum Federn haben. So kann der Pinguin Körperwärme abgeben, wenn es ihm zu heiß wird.

Stand: 25.06.2019, 14:48

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