Verkehr: Ziemlich ruhiger Start in die Osterferien

Stand: 08.04.2022, 20:25 Uhr

Auf den Straßen NRWs verlief der Start in die Osterferien ziemlich ruhig. Deutlich mehr Betrieb als üblich herrschte an den Großflughäfen und bei der Bahn.

Nach zwei Corona-Jahren mit vielen Reisebeschränkungen erlebten Autofahrer in NRW einen weitgehend entspannten Start in die Osterferien. "Es gab phasenweise überdurchschnittlichen Verkehr, aber unterm Strich war es ein ruhiger Start in die Ferien", bilanzierte das WDR-Verkehsstudio am Freitagabend.

215 Kilometer Gesamtstau in der Spitze

In der Spitze staute sich der Verkehr am Freitag gegen 16 Uhr in NRW auf eine Gesamtlänge von 215 Kilometern - üblich sind sonst etwa 140 Kilometer. Gar keine Staus gab es auf den Autobahnen in Richtung Niederlande und Belgien. "Da herrschte normaler Freitags-Pendlerverkehr", so die WDR-Verkehrsexperten.

Möglicher Grund dafür: Zwar sind viele Corona-Maßnahmen gelockert, doch Sprit- und Gaspreise befinden sich auf einem Rekordniveau und der Krieg in der Ukraine drückt auch auf die Urlaubslaune.

Deutlich mehr Verkehr als üblich gab es in Richtung Norden auf der A1, wo sich der Verkehr von der Anschlussstelle Schwerte bis zum Kamener Kreuz zeitweise auf zehn Kilometer Länge staute. Reisende nach Süden wurden auf der A3 vor Frankfurt durch einen Stau ausgebremst.

Mehrere Baustellen auf der A1

Die NRW-Verkehrszentrale in Leverkusen weist auf Engpässe wegen mehrerer Baustellen speziell auf der A1 vom Rhein bis Osnabrück in Niedersachsen hin. In der Nacht zu Sonntag gibt es auf der A1 in Höhe des Autobahnkreuzes Dortmund/Unna Sperrungen beider Fahrtrichtungen. Dort werden von 20 bis 5 Uhr Schilderbrücken abgebaut.

Über 1,2 Millionen Fluggäste in NRW

Viel Betrieb wird während der zweiwöchigen Osterferien auf den Flughäfen in NRW herrschen. Der Airport Düsseldorf erwartet rund 800.000 Fluggäste. Das sind rund fünfmal so viele Passagiere wie im Vorjahr - und immerhin über 60 Prozent des Vergleichszeitraums vor der Pandemie 2019.

Allein am Freitag rechnete Düsseldorf mit 53.000 Fluggästen. Am gesamten ersten Ferienwochenende sollen es 150.000 Passagiere werden. Bis zum Nachmittag gab es keine längeren Wartezeiten. Der Betrieb lief "entspannt", hieß es aus dem Airport.

Zufrieden zeigte man sich auch am Flughafen Köln/Bonn. "Das ist bislang ein wirklich guter Start", sagte ein Sprecher. Der Flughafen geht in den Osterferien von rund 450.000 Fluggästen aus. Das sind siebenmal mehr als im vergangenen Jahr und 75 Prozent des Vergleichszeitraums vor Corona. Der Spitzentag sei voraussichtlich der Karfreitag mit knapp 29.000 Reisenden.

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Mit Zeitpuffer und Maske anreisen

Die NRW-Flughäfen raten Paasagieren, frühzeitig anzureisen - mindestens gut zwei Stunden vor Abflug und mit einem Zeitpuffer für die Anreise.

Wichtig zu wissen: Im Flughafen Köln-Bonn gilt für Personen ab sechs Jahren weiterhin Maskenpflicht. Der Airport Düsseldorf hingegen belässt es bei einer Empfehlung für einen Mund-Nasen-Schutz. Allerdings besteht im Düsseldorfer "Skytrain" als öffentlichem Verkehrsmittel weiter Maskenpflicht. Dies gelte auch auf Flügen der meisten Airlines.

Die Ziele der Flug-Reisenden liegen vorwiegend im Süden. Beliebt seien Mallorca, Antalya, Dubai, Hurghada und Gran Canaria, teilte der Flughafen Düsseldorf mit. Vom Airport Köln-Bonn starten die Urlauber vor allem in die Türkei sowie nach Spanien und Italien.

Auslastung der Züge vorab prüfen

Wer in Deutschland unterwegs ist und mit der Bahn fährt, muss mit ausgelasteten Zügen rechnen. Vor allem auf stark nachgefragten Verbindungen, etwa zwischen NRW und Berlin, setzt die Deutsche Bahn 50 Sonderzüge ein. Ein Tipp zur Planung von Zugfahrten: Die Auslastungsanzeige in der App "DB Navigator" zeigt an, wie stark nachgefragt einzelne Züge sind.

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Bahn-Beeinträchtigungen rund um Essen

Gleichzeitig erneuert die DB in den diesjährigen Osterferien in vielen Regionen das Schienennetz. Im Ruhrgebiet und im Rheinland ist ab Freitag mit Beeinträchtigungen im Regionalverkehr zu rechnen. Der Grund: Im Bahnhof Essen-West werden alle S-Bahn Weichen erneuert, zudem finden Schienen- und Gleisarbeiten statt.

Bis 22. April werden Regionalzüge umgeleitet und fallen aus, Zwischenhalte entfallen und Abfahrtszeiten verschieben sich. Betroffen ist der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Essen und Duisburg, Oberhausen, Wesel sowie Bottrop.

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