Kreide-Auto auf Asphalt.

Zahl der E-Autos verdoppelt: So hoch ist der Anteil in NRW-Kommunen

Stand: 24.04.2022, 12:55 Uhr

Die Zahl der Elektroautos steigt deutlich, ihr Gesamtanteil bleibt allerdings gering. Innerhalb von Nordrhein-Westfalen gibt es große Unterschiede.

Reine Elektro-Autos sind deutlich umweltfreundlicher als Autos mit Benzin- oder Diesel-Antrieb. Auch deshalb wächst die Nachfrage in NRW. Zu Jahresbeginn hat es mehr als 131.000 E-Autos in NRW gegeben - eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigen aktuelle Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA).

Ostwestfalen vorne, Ruhrgebiet hinten

Dieser Trend zeigt sich in ganz NRW, eigentlich überall hat sich die Zahl der E-Autos verdoppelt. Was den Anteil an Stromern angeht, gibt es allerdings große Unterschiede.

In Bielefeld ist mit 2 Prozent der E-Auto-Anteil am höchsten. Auch in Paderborn gibt es vergleichsweise viele E-Autos. Viele Stromer gibt es auch im Münsterland - direkt in Münster selber und im Kreis Steinfurt. Ganz anders sieht es im Ruhrgebiet aus. In Duisburg und Herne liegt der Anteil nur bei 0,7 Prozent - der geringste Wert in ganz NRW.

Im bundesweiten Vergleich schneidet NRW übrigens ziemlich durchschnittlich ab. Der Anteil von Elektro-Autos entspricht dem von ganz Deutschland.

E-Autos bleiben Randerscheinung

Insgesamt bleiben E-Autos in NRW noch eine Randerscheinung, ihr Anteil beträgt gerade einmal 1,3 Prozent. Während Wasserstoff-Fahrzeuge derzeit gar keine Rolle spielen, wird sich die Zahl der batterieelektrischen Autos perspektivisch allerdings deutlich erhöhen.

Inzwischen werden mehr Autos mit Elektro- als mit Diesel-Antrieb neu zugelassen. Allerdings zählen in diese Statistik auch Hybrid-Fahrzeuge.

Der Anteil von Hybrid-Autos liegt zwar deutlich höher, allerdings sind sie auch bei Weitem nicht so umweltfreundlich. Das Problem: Der kleine Akku ermöglicht nur eine geringe Reichweite. Für den Großteil der Strecken wird also der Verbrennungsmotor genutzt.

Das Bundeswirtschaftsministerium will deshalb die Förderung für sogenannte Plug-in-Hybride bereits zum Jahresende streichen. Solche Hybrid-Fahrzeuge können ebenfalls direkt an einer Ladesäule aufgeladen werden.

Zu wenige Ladestationen

Ein Problem bleibt die geringe Zahl an öffentlichen Ladesäulen. In NRW kommen auf einen öffentlichen Ladepunkt 27 E-Autos im Durchschnitt, wie eine aktuelle Erhebung der KfW-Bank zeigt. Die meisten privaten Halter laden ihr Fahrzeug deshalb zuhause.

Ähnlich ist die Situation bei Firmen und Institutionen mit einer eigenen E-Flotte. Weil sie mehrere Fahrzeuge haben, lohnt sich schnell eine eigene Lademöglichkeit. Das macht den Unterhalt der Fahrzeuge auch günstiger. Es ist daher kein Zufall, dass vergleichsweise viele E-Autos von gewerblichen Nutzern angemeldet wurden.

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