Immer noch Gefahr durch Eichenprozessionsspinner

Gefährliche Raupe: Eichenprozessionsspinner Servicezeit 01.07.2019 03:47 Min. UT Verfügbar bis 01.07.2020 WDR Von Laura Czech

Immer noch Gefahr durch Eichenprozessionsspinner

  • Raupen verpuppen sich jetzt
  • Gifthaare könnten sich aus Nestern lösen
  • Betroffene Parks sollten gemieden werden

Gesperrte Parks, geschlossene Schulen und sogar Verletzte: Die Raupen des Eichenprozessionsspinners in Parks und Grünanlagen haben in den vergangenen Wochen in NRW für Wirbel gesorgt. Zwar verpuppen sich die Raupen jetzt, aber die Gefahr durch ihre Gifthaare ist noch nicht gebannt.

Härchen hängen in Nestern

Der Grund: Die Haare könnten sich aus den Nestern lösen und durch die Luft fliegen. Menschen sollten daher die betroffenen Orte wie Parks, Friedhöfe oder Grünanlagen meiden, rät ein Sprecher der Stadt Dortmund. Zurzeit sei die Stadt dabei, die Nester ausfindig zu machen und abzusaugen. "Jede abgesaugte Raupe erspart uns 300 Eier im nächsten Jahr", so der Sprecher.

Die Puppen selbst hätten keine Härchen mehr, aber auch die zurückgebliebenen Härchen der Raupen könnten heftige allergische Reaktionen auslösen. Das meldeten die Abfallbetriebe von Mönchengladbach.

In der Verpuppungsphase spinnen sich die Raupen in ockerfarbene Kokons ein. Große Gespinstnester entstünden, teilt die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit. Etwa drei bis fünf Wochen vergehen, bis die bis zu 32 Millimeter großen, nachtaktiven Falter schlüpfen.

Vermutliche Ursache: milde Monate

Den starken Schädlingsbefall in NRW und anderswo führen Experten auf die milden Monate im Winter und Frühjahr zurück. Die Stadt Dortmund hatte zur Bekämpfung der Raupenplage in diesem Jahr ihr Tiefbauamt aufgerüstet und die Kapazitäten verdoppelt. Hilfreich wäre nach Angaben der Stadt aber auch kräftiger Regen.

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