Coronavirus: Konsequenzen in NRW

Oberhausen: Eine Frau trägt vor einer Apotheke eine Mund- und Nasenmaske. Der erste Fall des Corona-Virus in Deutschland hat die Nachfrage nach Atemmasken in Apotheken stark erhöht.

Coronavirus: Konsequenzen in NRW

  • Erste Fälle des Coronavirus in Deutschland
  • NRW zieht Konsequenzen
  • Messen in Alarmbereitschaft

In Deutschland gibt es erste Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das bayerische Gesundheitsministerium bestätigte, dass sich vier Menschen angesteckt haben. Offenbar steckten sich die Corona-Patienten bei einem chinesischen Gast an, der in ihrer Firma eine Fortbildung absolviert hat.

RWTH Aachen schränkt Kontakt zu China ein

Der Ausbruch des Coronavirus in China hat auch Auswirkungen auf die Forschungsbetriebe der RWTH Aachen. 2.600 Chinesen studieren in dort - die Hochschule hat außerdem einen Wissenschaftsaustausch mit China.

Besuche chinesischer Forscher in Aachen wurden bereits wegen der in China verhängten Reisebeschränkungen abgesagt. Unklar ist zudem die Situation von etwa 90 Studierenden und Mitarbeitern der RWTH in Peking. Der Vorlesungsbeginn in China wurde wegen des Virus auf unbestimmte Zeit verschoben.

Schule aus Duisburg verschiebt China-Besuch

In Duisburg wurde das chinesische Frühlingsfest abgesagt – aus Solidarität mit den Menschen in China. Duisburg ist Partnerstadt von Wuhan, wo es die meisten Coronavirus-Fälle gibt. Ende Oktober sollten Schülerinnen und Schüler des Max-Plack-Gymnasiums nach Wuhan reisen, um die dortige Partnerschule zu besuchen. "Jetzt warten wir die Entwicklungen ab", sagte die Schulleiterin Gabriele Rüken. Seit 1982 unterhält Duisburg eine Partnerschaft mit der chinesischen Stadt. Ebenfalls gab es Planungen von Besuchen aus Wuhan nach Duisburg. "Dies wurde jetzt erstmal verschoben bis klar ist, wie es sich weiterentwickelt", sagte Stölting.

KölnMesse in Alarmbereitschaft

Das Coronavirus hat auch Konsequenzen für die Kölner Messe. Am Sonntag (02.02.2020) beginnt die internationale Süßwarenmesse, zu der Aussteller aus 76 Ländern kommen. Ein Aussteller aus Wuhan habe schon abgesagt, weil er nicht ausreisen könne, teilte die Messe-Gesellschaft dem WDR mit.

Sollte das Virus in China weiter grassieren, könnten auf die KölnMesse weitere finanzielle Verluste zukommen. Sie befürchtet zum Beispiel Absagen chinesischer Aussteller bei der Eisenwarenmesse, die am ersten März beginnt.

"Alleine zu dieser Messe haben wir mehr als 1.200 chinesische Aussteller hier, außerdem könnte unser Auslandsgeschäft in China betroffen sein", sagt Gerald Böse, der Chef der KölnMesse. Zum Beispiel ist das Unternehmen in Shenzhen für eine Lebensmittelmesse verantwortlich.

Auch in Düsseldorf werden Vorkehrungen getroffen

In Düsseldorf findet vom 16.Februar bis zum 20. Februar eine Fair-Trade-Messe statt - die EuroShop, mit 25 Ausstellern aus China. Die Veranstalter verwiesen gegenüber des WDR auf Erfahrungen im Umgang mit Infektionskrankheiten "Es bestehen klare Regelungen, wie Menschen, die auf dem Messegelände plötzlich Symptome einer schweren Erkrankung entwickeln, versorgt werden. Diese wurden bereits in den Zeiten von SARS [...] und auch EHEC entwickelt und erprobt."

Stand: 29.01.2020, 12:57

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