NRW und das neue Jahrzehnt: Diskussion um City-Maut

Auf zwei zweispurigen Straßen staut sich der Verkehr

NRW und das neue Jahrzehnt: Diskussion um City-Maut

  • NRW ist das Land der Stau-Rekorde
  • Verkehrsinfarkt auch in den Innenstädten
  • Kann eine City-Maut helfen?

Die Idee ist nicht neu, doch sie polarisiert weiterhin. Mobilitätsforscher haben schon mehrfach eine City-Maut angeregt, die das Fahren in den Innenstädten für Autos unattraktiver macht. So soll der Umstieg auf Busse oder Bahnen forciert werden.

Unter den Bürgern gibt es Befürworter und Gegner. Das Thema ist offenbar so heikel, dass mehrere vom WDR angefragte Kommunen dazu keine Interviews geben mochten. Immerhin äußerten sich zwei Ratsmitglieder aus Duisburg und Dortmund in der WDR-Reihe "NRW und das neue Jahrzehnt" am Montag (13.01.2020) zum Thema.

ÖPNV attraktiver machen

Für das Duisburger CDU-Ratsmitglied Frank Heidenreich ist eine City-Maut "der falsche Ansatz". Er will das Problem anders angehen: "Wir müssen den öffentlichen Verkehr an sich attraktiver machen. Wir müssen Geld in die Hand nehmen, investieren in mehr Busse, Bahnen und Vertaktung."

City-Maut ist schneller umzusetzen

Den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) ausbauen findet auch Christian Gebel von den Dortmunder Piraten gut. Eine City-Maut sei aber schneller auf den Weg zu bringen. "Das ist nichts, was man übers Knie brechen kann. Aber das ist auch nichts, was wir über fünf, sechs, sieben Jahre erst ausrollen müssten. Und wenn ein Gericht Feuer unterm Hintern macht, könnte das auch noch etwas bringen."

Am Oberverwaltungsgericht Münster gibt es am Dienstag (14.01.2020) Gespräche über mögliche Dieselfahrverbote - auch für Dortmund. Das Thema wird aber auch so in NRW ein Dauerbrenner bleiben, schließlich gibt es in diesem Jahr Kommunalwahlen.

NRW und das neue Jahrzehnt: Mobil, aber wie? Aktuelle Stunde 13.01.2020 03:22 Min. UT Verfügbar bis 13.01.2021 WDR Von Carolyn Wißing

Stand: 13.01.2020, 20:11

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