Schüler und Schülerinnen einer 4. Klasse sitzen im Unterricht an der Grundschule Russee in Kiel zusammen an einem Tisch und tragen dabei einen Mund-Nasen-Schutz

NRW will Kindern aus der Ukraine Schulbesuch ermöglichen

Stand: 01.03.2022, 20:31 Uhr

NRW rüstet sich für einen Zustrom von Flüchtlingen aus der Ukraine - und will etwa den Kindern und Jugendlichen aus dem umkämpften Land hier den Schulbesuch ermöglichen.

NRW bereitet sich auf viele flüchtende Menschen aus der Ukraine vor und trifft Vorkehrungen, damit die geflüchteten Kinder und Jugendliche hierzulande zur Schule gehen können. Das Schulministerium steht hierfür nach Angaben vom Dienstag in enger Abstimmung mit den Schulträgern.

Das Land stehe zu seiner Verantwortung und heiße "die Menschen, die sich bei uns vor dem Krieg in Sicherheit bringen, willkommen", sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). NRW habe eine gute schulische Integrationsinfrastruktur, so dass Kinder und Jugendliche "schnell und flexibel" in den Schulen aufgenommen werden könnten, sagte die Ministerin.

Geflüchteten Kindern ein Stück Alltagsstruktur zurückgeben

"Ein Schulbesuch eröffnet den Geflüchteten nicht nur Kontakt zu Gleichaltrigen, sondern gibt ihnen in dieser schweren Zeit auch ein Stück Alltagsstruktur und Normalität und damit das Gefühl von Sicherheit zurück", betonte Gebauer. Ihr sei bewusst, dass die Schulen und die Schulträger derzeit bereits durch die Corona-Pandemie besondere Herausforderungen zu bewältigen hätten.

"Wir werden daher nichts unversucht lassen, um zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung unserer Schulen auf den Weg zu bringen." Yvonne Gebauer (FDP), NRW-Schulministerin

Das Ministerium unterstütze Lehrkräfte im Umgang mit dem Krieg in der Ukraine und habe ihnen eine digitale Materialsammlung zukommen lassen. Der russische Einmarsch führe in großen Teilen der Schulgemeinde zu Unsicherheiten und Ängsten und werfe für alle Beteiligten schwer zu beantwortende Fragen auf, hieß es in einer Schul-Mail aus Düsseldorf.

Verantwortungsvoll mit den Ängsten von Kindern umgehen

Im Umgang mit dem Ukraine-Krieg gehe es vor allem darum, verantwortungsvoll mit den Ängsten von Kindern und Jugendlichen umzugehen und den Schulfrieden auch bei etwaigen Konflikten zwischen Schülerinnen und Schülern zu sichern.

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