Baukindergeld: Besonders viele Anträge aus NRW

Baukindergeld: Besonders viele Anträge aus NRW

  • Eltern aus NRW stellen bisher am häufigsten Anträge
  • Programmstart vor drei Monaten
  • Förderung nicht unumstritten

Seit drei Monaten können junge Familien das sogenannte Baukindergeld beantragen. Die meisten Anträge kamen bisher aus Nordrhein-Westfalen: 10.728 Familien möchten die Förderung erhalten. Das geht aus Zahlen des Bundesbauministeriums und der zuständigen Kfw-Bankengruppe hervor, die am Dienstag (18.12.2018) bekannt wurden.

Bisher bereits eine Milliarde Euro reserviert

Nach dem bevölkerungsreichen NRW liegt Baden-Württemberg mit 6.407 Anträgen auf Platz Zwei. In den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin war die Zahl am kleinsten. Bundesweit gingen 48.000 Anträge auf Baukindergeld ein. Insgesamt sei bisher rund eine Milliarde Euro für die Antragsteller reserviert, hieß es.

Durch die Förderung soll jungen Familien der Kauf eines Eigenheims erleichtert werden. Der staatliche Zuschuss von 1.200 Euro pro Jahr wird zehn Jahre lang gezahlt.

Förderung nicht unumstritten

Gewährt wird die Förderung bei Haushalten mit einem Kind, deren zu versteuerndes Einkommen bei höchstens 90.000 Euro liegt. Der Kaufvertrag für die Immobilie muss zwischen Anfang 2018 und Ende 2020 unterzeichnet worden sein.

Bundesbauminister Horst Seehofer (CDU) betonte, das Projekt senke die Finanzierungsbelastung und ermögliche vielen Familien den Schritt in das Wohneigentum. Die SPD sieht das kritisch: Viele gut verdienende Familien, die ohnehin kaufen wollen, würden auf Kosten aller Steuerzahler eine Subvention erhalten.

Stand: 18.12.2018, 10:25

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