Symbolbild: Aufsicht auf ein Weizenfeld während der Ernte

NRW-Landwirtschaftsministerin begrüßt Pläne für Weizenanbau

Stand: 06.08.2022, 12:37 Uhr

Die nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) hat die Pläne von Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) begrüßt, angesichts des Ukraine-Krieges mehr Weizenanbau in Deutschland zu ermöglichen.

Özdemir stelle damit "kurz vor der Aussaat die richtigen Weichen für die zwingend notwendige Nahrungsmittelproduktion", sagte die CDU-Politikerin am Samstag. Dies sorge bei den 33.000 Landwirtinnen und Landwirten in NRW für mehr Planungssicherheit.

Einführung von Artenschutzflächen soll ausgesetzt werden

Ein am Freitag vorgelegter Vorschlag Özdemirs sieht nach Angaben seines Ministeriums ein befristetes Aussetzen der EU-Neuregelungen zu Flächenstilllegung und Fruchtwechsel vor.

Demnach sollen unter anderem die eigentlich geplanten zusätzlichen Artenschutzflächen erst 2024 eingeführt werden. Bauern könnten dann im kommenden Jahr auf diesen Flächen weiter Nahrungsmittel anbauen.

2022 mehr Weizen als 2021 angebaut

Im Jahr 2022 haben die Landwirte in Nordrhein-Westfalen mehr Weizen angebaut als ein Jahr zuvor. Das Getreide wurde demnach auf einer Fläche von 248.400 Hektar angebaut, das waren 4,9 Prozent mehr als 2021.

Wie das Statistische Landesamt (IT.NRW) am Donnerstag anhand vorläufiger Ergebnisse der Bodennutzungshaupterhebung mitteilte, wächst Weizen auf 23,4 Prozent der gesamten nordrhein-westfälischen Ackerfläche von 1,063 Millionen Hektar.

Schwerpunkt Getreideanbau

Der Getreideanbau bleibe im Ackerbau mit 577.400 Hektar Anbaufläche und einem Anteil von 54,3 Prozent am gesamten Ackerland nach wie vor der Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen, ermittelten die Statistiker.

Zugenommen habe auch die Anbaufläche von Ölfrüchten. Sie sei 2022 um 18,2 Prozent auf 52.800 Hektar ausgedehnt worden. Ausschlaggebend für den großen Anstieg sei hier der vermehrte Anbau von Winterraps.

Mehr Sonnenblumenfelder in NRW

Die Fläche für den Anbau von Sonnenblumen hat sich mit nun 400 Hektar mehr als verdoppelt (+168,8 Prozent). Mehr Fläche bekamen auch Kartoffeln, Zuckerrüben, Ackerbohnen, Erbsen und Sojabohnen.

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