Nachweis - Wie weist man sich als geimpft, genesen oder getestet aus?

Wir beantworten Ihre Fragen zum Alltag mit dem Coronavirus. Hier: Nachweis - Wie weist man sich als geimpft, genesen oder getestet aus?

In zahlreichen Einrichtungen und Situationen muss man sich in NRW als Getesteter, Geimpfter oder Genesener ausweisen (2G, 2G plus, 3G). Der Genesenen-Nachweis ist seit Samstag (15.01.2022) nur noch drei statt wie bisher sechs Monate lang gültig. Was ist sonst noch zu beachten? Fragen und Antworten.

Ist der Nachweis sowohl in Papierform als auch digital per App möglich?

Ja. Möglich sind in NRW laut Corona-Schutzverordnung sowohl Nachweise in Papierform (zum Beispiel der gelbe Impfausweis) als auch digital mit der Corona-Warn-App, der CovPass-App oder der Luca-App. In manchen Restaurants und anderswo kann es jedoch vorkommen, dass dort ausschließlich digitale Nachweise akzeptiert werden und keine Impfausweise in Papierform.

Muss man beim Nachweis immer einen Ausweis vorzeigen?

Der Nachweis ist nur in Kombination mit einem Personalausweis oder Ähnlichem gültig. In der Corona-Schutzverordnung heißt es dazu: "Bei der Inanspruchnahme oder Ausübung dieser Einrichtungen, Angebote und Tätigkeiten sind der jeweilige Immunisierungs- oder Testnachweis und ein amtliches Ausweispapier mitzuführen und auf Verlangen den jeweils für die Kontrolle verantwortlichen Personen vorzuzeigen."

Wie lange ist der digitale Impfpass gültig?

Das digitale Impfzertifikat - auch digitaler Impfpass genannt - hat vom 1. Februar an nur noch eine Gültigkeitsdauer von neun statt wie bisher zwölf Monaten, wenn nach einer Grundimmunisierung keine Booster-Impfung erfolgt. Das teilt das Bundesgesundheitsministerium auf zusammengegencorona.de mit. Das gilt insbesondere für Reisen in der EU.

Wie lange ist der Genesenen-Nachweis gültig?

Der Genesenen-Nachweis ist seit 15. Januar nur noch halb so lange gültig wie vorher. Der erste positive PCR-Test muss mindestens 28 Tage und darf höchstens 90 Tage zurückliegen. Man ist also ungefähr zwei Monate mit Geboosterten gleichgestellt. So gibt es das Robert Koch-Institut vor (auf Grundlage der Covid-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung).

Hintergrund für die verkürzte Gültigkeitsdauer des Genesenen-Nachweises ist laut der Bundesbehörde die wissenschaftliche Erkenntnis, "dass Ungeimpfte nach einer durchgemachten Infektion einen im Vergleich zur Delta-Variante herabgesetzten und zeitlich noch stärker begrenzten Schutz vor einer erneuten Infektion mit der Omikron-Variante haben".

Wo erhält man den digitalen Impfpass?

Für den digitalen Nachweis können Geimpfte und Genesene in vielen Apotheken kostenlos sogenannte Covid-19-Zertifikate in Papierform erhalten, die sich per QR-Code in die Corona-Warn-App, die CovPass-App oder die Luca-App hochladen lassen. Welche Apotheken Zertifikate ausstellen, lässt sich über die Website www.mein-apothekenmanager.de erfahren.

Was gilt für Kinder und Jugendliche?

  • Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren sind mit Geimpften und Genesenen gleichgestellt.
  • Für Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren gilt das nicht mehr. Sie müssen also geimpft oder genesen sein, um 2G-Angebote nutzen zu können.
  • Eine Ausnahme gilt für sportliche, musikalische oder schauspielerische Aktivitäten: Hier gelten auch 16- und 17-jährige Schülerinnen und Schüler wie Geimpfte und Genesene.

Wie lange sind der Schnelltest und PCR-Test gültig?

In der Regel sind Nachweise über einen Schnelltest 24 Stunden lang gültig. Die Gültigkeit von PCR-Tests beträgt laut Corona-Schutzverordnung für NRW 48 Stunden.

Sind beim 3G-Zutritt auch Schnelltests am Eingang erlaubt?

Ja. In NRW ist vom 13.01.2022 an in vielen Situationen auch ein Schnelltest direkt am Eingang möglich. In der Corona-Schutzverordnung heißt es dazu: Es "kann ersatzweise auch ein Schnelltest unter der Aufsicht einer fachkundigen, geschulten oder unterwiesenen Person erfolgen, die von der für die Einrichtung, das Angebot oder die Veranstaltung verantwortlichen Person hiermit beauftragt wurde (Vor-Ort-Testung)". Allerdings entscheidet jeder Betreiber und Veranstalter selbst, ob er diese Möglichkeit anbietet oder stattdessen auf einen Test-Nachweis einer offiziellen Test-Stelle besteht.

Was ist bei den Tests für den Arbeitsplatz zu beachten?

Für den Zugang Ungeimpfter zum Arbeitsplatz sind digital überwachte Selbsttests nicht zugelassen. Nur Tests, die vor Ort durch Dritte gemacht oder überwacht werden, können mit einem 3G-fähigen Zertifikat bestätigt werden. Nachweise dürfen dabei nur vorgesehene Teststellen oder Arbeitgeber ausstellen, die sich für die sogenannte Beschäftigtentestung registriert haben.

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