Nabu fordert mehr Schutz für Wiesenvögel

Eine Bekassine aus der Familie der Schnepfenvögel.

Nabu fordert mehr Schutz für Wiesenvögel

  • Nabu fordert mehr Engagement gegen Artensterben
  • Wiesenvögel seien stark bedroht
  • Intensive Landwirtschaft zerstöre Lebensraum

Vor dem 40. Jahrestag der EU-Vogelschutzrichtlinie hat der Naturschutzbund Nabu in Nordrhein-Westfalen eine halbherzige Umsetzung der Richtlinie beklagt. "Hier muss landes- wie bundesweit deutlich mehr getan werden, will man das Artensterben stoppen", erklärte Heinz Kowalski, Nabu-Vize in NRW, am Donnerstag (28.03.2019).

Im zweitgrößten EU-Vogelschutzgebiet Unterer Niederrhein sei die Lage besonders katastrophal. Dort seien Wiesenvögel wie Bekassine, Uferschnepfe und Rotschenkel stark bedroht. Alle stehen auf der Roten Liste der bedrohten Vogelarten.

Weniger Kuhfladen - weniger Würmer - weniger Nahrung

Eine Uferschnepfe.

Eine Uferschnepfe.

Die intensive Landwirtschaft, etwa die ganzjährige Haltung von Milchkühen in Ställen, zerstöre den Lebensraum vieler Vogelarten der Wiesen und Weiden. So gebe es wegen fehlender Kuhfladen auf der Weide weniger Käfer, dieses Futter fehle den Vögeln, sagte Kowalski.

Der Nabu betonte auch, die Richtlinie sei mit Blick auf Großvögel wie Kranich, Uhu und Störche erfolgreich. Diese Bestände hätten sich deutlich erholt. Die EU-Vogelschutzrichtline trat am 2. April 1979 in Kraft. Laut Nabu ist sie ein entscheidendes Instrument für Erhalt und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt. Das Gebiet am Niederrhein wurde 1983 ausgewiesen.

Kontrolle der Eisvogel-Brutwand an der Rur Lokalzeit aus Aachen 25.03.2019 02:38 Min. Verfügbar bis 25.03.2020 WDR Von Heiko Jaeckel

Stand: 28.03.2019, 19:10

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