Hohe Bußgelder für weggeworfene Zigarettenkippen

Hohe Bußgelder für weggeworfene Zigarettenkippen

Von Murat Koyuncu

  • Teils 100 Euro für weggeschnippte Zigarette
  • Bis zu 500 Euro Bußgeld für Hundekot in Köln
  • In Paderborn erstmal nur "Gelbe Karte"

Mönchengladbach zeigt Müllsündern ab Freitag (25.10.2019) symbolisch die Rote Karte. Wer dabei erwischt wird, wie er Müll bewusst fallen lässt, wird nun mit einem höheren Verwarngeld zur Kasse gebeten. Aber auch in anderen Städten ist es seit diesem Herbst teurer.

Erhöhung in Düsseldorf geplant

Rote Karte für Müllsünder in Mönchengladbach

Mit einer roten Karte werden Müllsünder in Mönchengladbach bestraft.

Mit am teuersten ist es in NRW jetzt in Mönchengladbach und in Wuppertal. Dort sind es 100 Euro Bußgeld für eine weggeschnippte Zigarette.

Andere Städte planen Erhöhungen - zum Beispiel Düsseldorf. Dort sind es noch 10 Euro bei Zigaretten. In Aachen sind es in so einem Fall 30 Euro - und eine Erhöhung ist dort nicht geplant.

Bußgelder für Müllsünder

Auch bei Hundekot unterscheiden sich die Bußgelder von Stadt zu Stadt. Während man in Köln mindestens 35 Euro für das Nicht-Entsorgen der Hinterlassenschaften seines Hundes zahlt, werden in Düsseldorf oder Dortmund mindestens 75 Euro fällig.

Je nach Reinigungsaufwand und Gesundheitsgefährdung, wie beispielsweise auf Kinderspielplätzen, erhöht sich das Bußgeld. In Köln sind es dann zum Beispiel bis zu 500 Euro.

"Gelbe Karte" in Paderborn soll zum Nachdenken anregen

Anders in Paderborn: Wer hier seinen Müll nicht ordnungsgemäß entsorgt und ertappt wird, bekommt von den Ordnungskräften eine "Gelbe Karte" ausgehändigt. Auf der sind sämtliche Tatbestände und die entsprechenden Verwarngelder aufgelistet, die im Wiederholungsfall fällig werden.

Mit dieser Aktion sollen die Bürger für das Thema sensibilisiert werden - und auch über ihren Umgang mit Müll nachdenken.

Bis zu 10.000 Euro Bußgeld in Köln

Sperrmüll und falsch befüllte Mülltonnen sind meistens ein Fall für die Stadtreinigungsbetriebe. Aber auch die Ordnungsämter haben einen Blick drauf.

Das Bild zeigt einen Haufen Sperrmüll am Wegesrand nahe eines Wohngebiets.

Falsch befüllte Tonnen werden zunächst mit einem entsprechenden Hinweis stehen gelassen. Dann kann der Hauseigentümer oder der Verantwortliche nachsortieren - oder eine kostenpflichtige Sonderleerung beantragen.

Bei Sperrmüll kommt es bei den Bußgeldern auf Menge, Größe und Art des Mülls an - ob zum Beispiel Stoffe darunter sind, die speziell entsorgt werden müssen.

Zudem müssen die Umweltsünder auf frischer Tat ertappt werden, was meistens unmöglich ist. Als Beispiel für den Bußgeld-Rahmen: In Köln werden ab einem Sperrmüll-Gewicht von über 100 kg etwa 500 bis 10.000 Euro fällig.

Stand: 25.10.2019, 06:00

Kommentare zum Thema

14 Kommentare

  • 14 Bürgerin 26.10.2019, 08:01 Uhr

    Hundekot auf den Gehwegen ist ekelhaft. Evtl. auch weggeschnippte und noch brennende Zigarettenkippen könnten vielleicht auch noch Brände verursachen und tragen wie jeder achtlos weggeworfene Müll zu einem ungepflegten Stadtbild bei. Ab und an laufe ich in einem eigentlich bürgerlichen Stadtteil einige Straßen entlang, wo sich nicht entsprechend um die Hinterlassenschaften von Hunden gekümmert wird und denke mir, dass ich dort niemals hinziehen würde.

  • 13 Alois 25.10.2019, 23:42 Uhr

    Wie oft bin ich schon in Hundekot getreten... Ich finds richtig so. Anscheinend haben es viele Mitbürger doch nicht in der Kindheit gelernt...

  • 12 Marc007 25.10.2019, 23:39 Uhr

    Für die Hundebesitzer/innen, die ihren Liebling überall hinmachen lassen, halte ich passende Bußgelder für absolut zutreffend. Und ich finde auch 500 Euro für absolut passend, man sollte sogar noch höhere Bußgelder für den Wiederholungsfall festlegen. Und ich finde es auch richtig, wenn wie bei uns, das Ordnungsamt regelmäßig (verdeckt) unterwegs ist und die unbelehrbaren Gassigeher verwarnt und abkassiert. Und bitte, wir haben auch einen Hund und wir können den Hundekot auch mit der Tüte aufnehmen und entfernen. Wo ist da das Problem? Die Zigarettenkippen sind genauso furchtbar und sehen überall extrem einladend aus. Am schlimmsten sind jedoch die Fälle, wo jemand im Auto raucht, und dann im Hochsommer und bei absoluter Trockenheit die Kippe an der Ampel in den Grünstreifen wirft. So wie es mein Nachbar vor mir fahrend gemacht hat. Ihn darauf angesprochen, so dann seine Antwort: "Die Feuerwehr braucht doch Beschäftigung, die lieben doch Brände und das Löschen. Wo ist das Problem?".

  • 11 Achim 25.10.2019, 16:56 Uhr

    Gut so, es muss weh tun. Hundekot , Zigarette, Müll irgendwo im Wald hin kippen , Handys während der Autofahrt.

  • 10 Jürgen aus Essen 25.10.2019, 16:31 Uhr

    Außer Strafen kennen die Kommunen nichts. Wie ist es sonst möglich, dass z.B. Breslau / Wrocław, Krakau / Kraków, Bratislava oder auch Budapest sauber sind? Diese Städte haben an jeder Ecke Abfalleimer mit integrierten Aschenbecher. Auch die Akzeptanz des sauberen Allgemeingut ist ausgeprägter. Hier müssen die " Verantwortlichen " ansetzen. Selber keine Ordnung bewahren, siehe Begrünung der Wasserablaufrinnen, Wildwuchs der öffentlichen Anlagen, aber Andere bestrafen wollen. Danke

  • 9 jim jones 25.10.2019, 16:15 Uhr

    Deutschland das Bußgeld und verbots Land.?! Mein Vorschlag :Arbeitsplätze schaffen und die Leute das wegmachen lassen. Natürlich gegengute Bezahlung.

  • 8 Hannes 25.10.2019, 15:53 Uhr

    Bei allem Ärger je nach Thema, mit überzogenen Bußgeldern fliegt die Verhältnismäßgkeit völlig auseinander.

  • 7 Heinzb aus nrw 25.10.2019, 14:55 Uhr

    Fremde Erde und der falscher Weg , Sauberkeit wird sich nicht erreichen durch hohes Bußgeld , weil das Personal fehlt , das durchzusetzen und zu kontrollieren , es ist das Gleiche , es liegen hier Gesetze vor über hunderte Jahre , teilweise kommend aus dem Reichsstrafgesetz , die sind für Menschen , die es betreffen , nicht wichtig . Das Gleiche bei Müll - Verbote. Beachten wird es nur der gesetzestreuer Bürger Deutschlands . Denn die Politiker , die über die Parlamentarische Demokratie Deutschland regieren sollen , die machen ihre eigenen Wege , siehe GG Art. 16 a und Dublin 2 . Es ersteht der Eindruck , Gesetze und Verbote hier gelten nur für die “echten“ Deutsche .

  • 6 Hartmut Moos 25.10.2019, 14:38 Uhr

    Diese hohen Bußgelder für Umweltsünder wünsche ich mir auch für Duisburg, wo ich wohne. Dort sind die meisten Bürgersteige verdreckt.

  • 5 Thorsten 25.10.2019, 13:46 Uhr

    Es könnte gerne noch teuer werden. Vor allem müsste jedoch viel mehr kontrolliert werden und die Bußgelder dann auch ohne wenn und aber durchgesetzt werden.

    Antworten (1)
    • Horst Walter 26.10.2019, 08:41 Uhr

      Das teure Bußgeld ist nicht das Problem , die Kontrolle ist wichtig wenn zu wenig oder gar nicht kontrolliert wird macht sich die Stadt oder die Kommune lächerlich und verliert noch weiter an Respekt und die Verursacher laufen mit dem ausgestreckten Mittelfinger durch die Gegend.

  • 4 Rockerbock 25.10.2019, 11:47 Uhr

    100 Euro Bußgeld für eine weggeschnippte Zigarette. Völlig unangebrachte Höhe. Steht in keinem Verhältnis zur Ordnungswidrigkeit.

    Antworten (3)
    • Shred 25.10.2019, 13:23 Uhr

      Wenn man sich in Köln die Straßen und Bahnsteige anschaut, sieht man überall weggeschnippte Zigarettenkippen. Das Bußgeld dürfte gerne noch höher sein, damit Köln endlich nicht mehr aussieht wie ein Aschenbecher... Aber keine Sorge: Das Bußgeld ist nur symbolisch, da sowieso niemand da ist, der das kontrolliert.

    • Biker 1976 25.10.2019, 14:31 Uhr

      Noch viel zu niedrig! Bin als Motorradfahrer im Berufsverkehr unterwegs - was da an Asche und Kippen aus den Auto- Fenstern fliegt, ist nicht nur eine Zumutung, sondern auch Verkehrsgefährdung! Aber es wird schon so kommen, wie andere mutmaßen - und leider im Rechtsstaat DE üblich geworden ist: wo kein Kontrolle stattfindet, nützen alle Regeln nicht!

    • Gerd 25.10.2019, 18:19 Uhr

      Wenn im Sommer die aus dem Autofenster entsorgte Kippe in den trockenen Wald fliegt und dort einen teuer zu löschenden Brand entfacht, so finde ich 100 € allerdings auch für unangemessen. Es sollte deutlich teurer sein! Alternativ könnte man überlegen, ob man eingefleischten Rauchern nicht täglich einige 100 Kippe vor die Haustür schmeißt. Vielleicht merken sie es dann auch noch mal...

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