Müll auf NRWs Straßen kostet Millionen

Ein Einweg-Kaffeebecher liegt auf dem Boden.

Müll auf NRWs Straßen kostet Millionen

  • Sieben Millionen Euro Zusatzkosten
  • Müllsammeln nicht Aufgabe der Straßenwärter
  • Kosten nicht über Gebühren abgedeckt

Müll auf Straßen belastet die Straßenbetriebe mit millionenschweren Zusatzausgaben. Die Straßenwärter müssen sich mit dem Einsammeln des Abfalls beschäftigen – zu Lasten ihrer eigentlichen Aufgaben.

Straßen.NRW: 50 Vollzeitjobs fürs Müllsammeln

"Die Aufgabe von Straßen.NRW ist vor allem, für einen sicheren und flüssigen Verkehr zu sorgen, da steht das Müllsammeln nicht an erster Stelle. Unsere Straßenwärter sind keine Müllmänner", sagte die Chefin des Landesbetriebes Straßen.NRW, Elfriede Sauerwein-Braksiek, am Mittwoch (29.05.2019).

16.000 Tonnen Müll sammeln die Mitarbeiter des Landesbetriebes und von ihnen beauftragte Fremdfirmen an den Straßen jedes Jahr ein. Dafür seien rund 80.000 Arbeitsstunden erforderlich – ungefähr 50 Vollzeitjobs, rechnet Sauerwein-Braksiek vor.

Sieben Millionen Euro Zusatzkosten

Jedes Jahr entstünden knapp sieben Millionen Euro Zusatzkosten, die nicht über Gebühren abgedeckt werden. Die Folge: Der Landesbetrieb muss an anderen Aufgaben sparen. "Wenn jeder Verkehrsteilnehmer seinen Müll in den Mülleimer wirft oder wieder mit nach Hause nimmt, hätten wir das Problem nicht."

Nach dem Bußgeldkatalog des Landes drohen Müllsündern hohe Bußgelder – bei größeren Mengen von deutlich über zwei Kilogramm oder bei Elektrogeräten wie Kühlschränken in Höhe von mehreren hundert Euro. Probleme macht der Müll laut Landesbetrieb vor allem, wenn Grünflächen gemäht werden sollen und Müll im tiefen Gras dann in den Mähmaschinen landet.

Stand: 29.05.2019, 07:53

Kommentare zum Thema

4 Kommentare

  • 4 Anonym 29.05.2019, 15:39 Uhr

    Vielleicht sollten da mal neue Stellen geschaffen werden, und v.a. vor dem Mähen Müll eingesammelt werden. Je mehr Müll schon rumliegt, desto mehr wird noch dazugeworfen im Sinne, das machen ja eh alle. Oder die Kontrollen verstärken und die Bußgelder auch umsetzen.

  • 3 Julia 29.05.2019, 12:45 Uhr

    Dieser Kommentar wurde mehrfach abgegeben und daher an dieser Stelle gesperrt. (die Redaktion)

  • 2 Anonym 29.05.2019, 12:42 Uhr

    Soviel Zeit und Geld wird verschwendet, weil viele Mitbürger egoistisch, dumm und ignorant handeln. Ich habe noch nie ein Auto gesehen, in dem nicht noch Platz für z.B.: eine leere Zigarettenschachtel, eine Dose oder Bonbonpapier gewesen wäre. Und doch liegen diese und andere Hinterlassenschaften in unserer schönen Umwelt, landen in Pflanzen, Tieren und Flüssen und letztendlich im Meer. (Stichwort Müllstrudel) Es ist mir ein Graus! Als "Hobby-Müllsammler" wünsche ich mir den Tag, an dem ich dies Hobby mangels Müll nicht mehr ausüben kann.

  • 1 Steuerzahler 29.05.2019, 11:47 Uhr

    Dem Staat wird immer Steuerverschwendung vorgeworfen. Hier sind es uneinsichtige Bürger, die unser Geld kosten.

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