Prozess um gepfändeten Mops geht in die nächste Runde

Neues vom gepfändeten Mops Lokalzeit Münsterland 05.03.2019 02:40 Min. Verfügbar bis 05.03.2020 WDR Von Andrea Walter

Prozess um gepfändeten Mops geht in die nächste Runde

  • Mops-Streit vor dem Landgericht
  • Grundsatzurteil erwartet
  • Noch kein Termin

Der Streit um den gepfändeten und bei Ebay-Kleinanzeigen verkauften Mops "Edda" wird bald vor dem Landgericht Münster verhandelt. Das zunächst zuständige Amtsgericht Ahlen hat den Fall jetzt an die höhere Instanz verwiesen, wie am Sonntag (21.07.2019) bekannt wurde.

Käuferin fühlt sich getäuscht


Der kleine Hund hatte Schlagzeilen gemacht, nachdem das Tier von der Stadt Ahlen bei einer Schuldnerin gepfändet und übers Internet für 690 Euro an eine Frau aus Wülfrath verkauft worden war. Die Käuferin fühlt sich getäuscht, da der Mops entgegen der Angaben in der Internet-Annonce nicht gesund gewesen sei. Sie will den Kaufpreis und Tierarztkosten zurück.

Laut ihrem Anwalt würden sich allein die Kosten für Medikamente bei einer Lebensdauer von 15 Jahren auf 13.000 Euro summieren. Der Streitwert liegt sogar noch höher - womit das Amtsgericht Ahlen nicht mehr zuständig ist. Auf Antrag des Anwalts verwies das Gericht den Fall an das höhere Gericht.

Anwalt sieht grundsätzlichen Klärungsbedarf

Die Kammer in Münster solle nicht nur über den Schadenersatz entscheiden, sondern "auch über die Rechtsfrage, ob die Pfändung überhaupt zulässig war", so Anwalt Wolfgang Kalla: "Viele Menschen können von Pfändungen von Haustieren betroffen sein - hier muss es Rechtssicherheit für Mensch und Tier geben." Wann über den Fall verhandelt wird, ist noch unklar.

Stand: 21.07.2019, 15:37

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