NRW genießt freie Sicht auf den Blutmond

NRW genießt freie Sicht auf den Blutmond

  • Totale Mondfinsternis am frühen Montagmorgen
  • Freie Sicht überall in NRW
  • Letzter "Blutmond" im Juli galt als Jahrhundertereignis

Wer es sehen wollte, musste diesmal früh aufstehen: Exakt von 5.41 Uhr bis 6.44 Uhr am Montagmorgen (21.01.2019) verdunkelte sich der Mond wieder völlig - und färbte sich dabei rot.

Die totale Mondfinsternis entsteht, wenn der Mond in den Schatten eintaucht, den die von der Sonne angestrahlte Erde ins Weltall wirft. Wenn die Erde genau zwischen Sonne und Mond liegt, nimmt der Mond aus unserer Sicht eine rötliche Farbe an – der so genannte Blutmond. Ein Phänomen, das durch die Brechung des Sonnenlichts in der Erdatmosphäre entsteht.

Supermond am Horizont

Laut WDR-Meteorologe Stefan Laps war das Spektakel bereits um 4.10 Uhr sichtbar. Von 5.41 Uhr an war die Mondscheibe dann für etwa eine halbe Stunde völlig vom Erdschatten bedeckt. "Sehen konnte man das fast überall in NRW. Nur im Münsterland und im Mindener Land gab es einzelne Nebelfelder."

Ein Land sieht rot

Überall im Land haben sich Fotografen bemüht, die Mondfinsternis einzufangen - auch WDR-User haben uns eindrucksvolle Bilder geschickt. Impressionen aus dem frühmorgendlichen NRW.

Blutmond in Dortmund-Lütgendortmund

Ina Volland war am Montagmorgen mit ihrer Kamera in Dortmund-Lütgendortmund unterwegs - und es hat sich mehr als gelohnt.

Ina Volland war am Montagmorgen mit ihrer Kamera in Dortmund-Lütgendortmund unterwegs - und es hat sich mehr als gelohnt.

"Das größte Problem, neben der Kälte, war das Scharfstellen", schreibt Roger Wimbert, der das Spektakel am Bismarckturm Unna einfing.

Auch die Profis der Bildagenturen waren in NRW unterwegs: Zum Beispiel an diesem Hochofen im Landschaftspark Duisburg.

Der Landschaftspark mit seinen Industrieanlagen bot viele ungewöhnliche Perspektiven.

Ebenso die "Hüttenmann"-Skulptur in Dortmund-Hörde.

Um 6.12 Uhr war die Mitte der Finsternis erreicht. Um 6.44 Uhr war die totale Mondfinsternis vorbei.

Besonderer Effekt: der Supermond. Da er der Erde besonders nahe steht, wirkte der Mond aus unserer Sicht um gut zehn Prozent größer als gewöhnlich.

Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts

Der letzte Blutmond war erst Ende Juli vergangenen Jahres zu sehen. Mondgucker hatten da Glück: Die Nacht war eine der vielen lauen dieses Sommers. Die nächste totale Mondfinsternis, die man von Deutschland aus sehen kann, ist vom 15. bis 16. Mai 2022 zu sehen.

Stand: 21.01.2019, 09:37

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